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Jüdische Monatshefte · 1917-01-01 · 12 (1917) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
4 (1917)
Issue
12 (1917)
Date
1917-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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354 Ohne Mehl keine Thora! Gewinnung finanziellen Reichtums zu missbrauchen. Ein bequemes, behagliches. vergnügungssüchtiges von 1,-usw und Komfort geschmücktes Leben ist nicht der geeignete Rah־ men für das Bild einer wirklich lebensfähigen Thora. Die jüdische Geschichte kennt wohl bis auf den heutigen Tag Persönlichkeiten, die תודח ונתלה במקום אחד vereinigen, die Thora mit Reichtum verbinden, sie sind aber immer Ausnahmen gewesen, die nur die Regel bestätigen, dass ,אץ דברי תורה מתקיימים נם שסתרסה עצמו עליהם ולא בלומדים מתוך עידון ומתוך אכילה ושתייה אלא בדי שמסית עצמו עליה ומצער נשו תם־ד ולא יהן שנה לעיניו ותנומה לעסעסיו. Lässigkeit. Wohlleben, Pissen und Trinken, langes und süsses Schlafen: die Männer, denen Israel es zu verdanken hat. dass דב־י התורה םתקיימיס, dass die Thora bis auf den heutigen Tag wie ein sturmerprobter PVls allen Angriffen durchreiten und Menschen trotzt, die kannten und kennen keine Lässigkeil und kein Wohlleben, sie waren und sind gewohnt, daw, was die lalmudische Sprache mit ״ תענוגי הזמןVergnügungen der Zeit‘ bezeichnet, als wesensfremde Störung ihrer Lebensharmonie von sich fern zu halten, sie waren und sind der Meinung, dass Thoraweise, die sich ein schönes Leben machen wollen, besser daran täten, statt sich mit der Thora zu beschäftigen, unter die Kriegslieferantcn zu gehen, die an Teuerungszulagen keinen Mangel haben. Wovon soll aber der Thoraweise leben, wenn er den Tanz um das goldene Kalb nicht mitmachen soll oder will? Es läge nahe, an «len Ausweg zu denken, den die idealen Formen «!«•s jü«lis«־hcn Wohltuns bieten. Der Thoraweise könnte auf dem Wege der Wohltätigkeit zu "einem Unterhalt kommen. Die jüdische Zdokoh ist ja. wenn sie im Sinn«־ der I hora geübt wird, k«־in Almosen, das seinen Empfänger entwürdigt Gleichwohl wird es als חלול השם und בזוי תורח brzeichnet; wenn ein Thnragclehrter die Armenpflege in Anspruch nimmt, um der Notwendigkeit enthoben zu s«־in, sich neben seinem Thorastudium ein«־m praktischen Berufe zu widmen «vgl. Nedarim (»2a. Praktisches, produktives Schallen "0 wird man ja wohl am besten das hehräische

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