Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- 9 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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27il Zum 1*. Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft wie ־ב - gleich "הקני, der bekanntlich mit seiuen Krummen מדקדק ist ,•חיב 'ידך; — zu einer gr!sseu Sünde, zu einer .זר*ד; aufhatisehen und als willkommenen Anlass a!!greifen werde, um sieh in seinen eigenen Geschäffsustueen das Verhalten eines ״grossen Mannes“ zum Vorbild zu nehmen: Wenn ein Mann wie ״ב in Geldsaelien lässig ist. dann wird es doch Niemand einem Metzger veriibeln. wenn auch er es nicht so genau nimmt und dergl mehr. ״I>uh ist doch so klar und einfach, dass es im Kruste nicht hc• stritten werde» kann". Wohl aber kann es bestritten werden, ob die Auflassung, die Herr Dr. Klireutreu vmi Kaschi hut, wirklich Kaschis Meinung entspricht. Ks scheint uns beinahe, als ob Herrn l)r. Klireutreu hier ein Widerspruch mit seinen eigenen Ausführungen unterlaufen ist. Zu Beginn seiner Aunltihrur.grn sucht der Verf. unsere Auffassung Kaschis־, die ihm~nicbt deutlich genug formuliert erscheint, dent-" lieber darzmde.llen : ״Der Kritikei* bat sieb liier nicht deutlieb geuug ausgudriiekt. Kr will doch sicherlich nicht sagen, dass der Metzger den Kali tür einen leichtsinnigeren Menschen ־ו hielt als seine übrigen Kundon. dass er bei den Anderen, wenn sie nicht glr.ick zahlten, sieh damit yirtröstete. -dass sie später zahle■! werden, während er in dieser Hinsicht um Kah geringschätziger dachte: deuli das wäre doch unlogisch iu höchstem Grade u. s. w " Was hier der Verfasser hypothetisch von unserer Auflassung sagt, das uiürhton wir attirmativ von der scinigeu behaupten, dass sie niimlieh uulogisch ist iu höchstem Grade. Nach Herrn I)r. Klireutreu denkt sich der Metzger im Sinne der Befürchtung Kaws, ״der Mann kauft Kleisch. ohne di(״ nötigen Mittel zu besitzen“. Kh wird alHo liier nach des Verfassers Meinung nicht blos subjektiv eine sonst harmlose l.'ngeuuuigkrit zu einem Verbrechen aufgc• luitischt, sondern der Metzger meint wirklich, dass Kaw ein 1111• zuverlässiger Kunde ist und nur deshalb nicht sofort bezahlt, weil er nicht über die notigen Mittel verfügt. Der Metzger deukt also objektiv geringschätziger von Kaw alvon jedem andern seiner Kunden. Denn während er sich bei jedem andern 1111t der Aussieht auf später^ Bezahlung vertrösten wird erscheint ihm Kaw jrt* ein wirklicher כדי^ן. dessen unlautere Moral er sich in sei