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Jüdische Monatshefte · 1917-01-01 · 7 (1917) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
4 (1917)
Issue
7 (1917)
Date
1917-01-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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906 \*<>n unterer Jugend. Gebieten mit Xeuordnungspläncn trächtig geht, nicht oft und energisch genug den Kreis unserer Gesinnungsgenossen zur Xeuorientieruug oder, wie unsere Alten ziel schöner tilgten, zu jenem משמיש כמעשים, zu jener Durchleuchtung und Absuchung ihres Tuns und Lassens angeregt, die im Sinne der jüdischen Lebensweisheit geboten ist, אם ריאה אדש שיכירין כאץ. עליו, wann immer der keusch das Nahen einer lcidvollcn Epoche gewahrt. Mit Hecht führt Herr Dr. Isaac Breuer die unerquicklichen Verhältnisse des orthodoxen Judentums in Deutschland aut eine Ideenmüdigkeit zurück, die im Gegensatz zu der heute als ideologisch versebrieuen Orthodoxie vqr 40 Jahren das gegenwärtige Geschlecht erfasst habe. Neben dieser auf rasche, praktische Erfolge hindrängenden Tendenz der Gegenwart kommt aber unseres Erachtens auch die schwer wiegende Tatsache in Betracht, dass in weiten Kreisen unserer Gesinnungsgenossen in den letzten Jahrzehnten der unbedingte Glaube an die Werbekraft und Zukunft des überlieferten Judentums gar bedenklich ins Wanken geriet. Wir wisseu, dass wir mit dieser Uchauptuug eine schwere Bescbuldigung erheben, glauben alter auch imstand zn sein, den Nachweis fürjhre Richtigkeit zu erbringen. Könnten wir zahlenmiissig nachweisen, in wie viel Fällen Kinder religionstreuer Eltern in den letzten Jahrzehnten dem alten Judentum den Rücken gekehrt haben, so würde Jedermann auf Grund dieser Zahl die Überzeugung gewinnen; dass es wunderbar sugeben müsste, wenn wir angesichts der ungeheuren Schwierigkeit, die Jugend bei der Fahne zu halten, nicht doch allmählich zu einem sehr trüben Urteil über die Möglichkeit einer dauernden Vererbung der Thora von Vater auf Kind gelangt wären. Eine genaue statistische Feststellung dürfte sich aber deshalb erübrigen, weil es wohl in der gesamten deutschen Orthodoxie kaum eine Familie geben mag, die von sich behaupten könnte : uns haben die tausend Lockrufe des Abfalls nicht geschadet, wir haben kein einziges Kind an den Moloch der Neuzeit verloren — weil mit einem Worte die unserem Kreise Entlaufenen eine so grosse Schar bilden, dass man sie gar nicht übersehen kann, dass man sie. gar nicht erst zu zählen braucht, um den sich jedem uutdriiugenden

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