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Jüdische Monatshefte · 1917-01-01 · 6 (1917) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
4 (1917)
Issue
6 (1917)
Date
1917-01-01
Page
[Seite] (sequence 29)
Language
German
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Das jüdische Kriegsrecht und die Frau. 1‘*3 ohne Wallen geleistet wurde dann dass die Frau nicht an die Front geschickt wurde״'). Ks liegt daher die sehr begründete Wahrscheinlichkeit nahe, dass die Frau hloss Sainaritcrdienste — etwa nach Art der modernen Vereine von! Koten Kreuz oder llalliinond — zu leisten hatte oder es oblag ihr vielleicht für die Verproviantierung und Kiptipierung des Heeres Sorge zu tragen. In diesem Sinne lassen auch die Kommentare *u Sota 44 h die stelle auf: Jאידה "צא,־. י::־ דדן ־1אניד, רצ:א ירי־,־־י ־ריב'״. Die Fernlialtung der Frau von der Schlachtordnung der Miinner sowie das Verlud von WalVentragen seitens_der Frauenhat viel dazu heigetragen, dass Israels Sittlichkeit rein erhalten blich. Neben diesen vorbeugenden Mitteln gegen die ('!!Sittlichkeit linden wir auch direkte Kestimmungen zu ihrer Bekämpfung. Die Fürsorge der Tlinuro liir die strenge Sittsamkeit im Kriegslager, wo die Banden des Alltags gelockert, \icle Begriffe *' Das Wall'entrugen ist titr die Frauen nach Ansicht mancher Koditiratoren vcibot.n. Naeli Uablu' Flliesci■ l»en .lakoh soll diu Vorschrift: ,״לא י־יך נ", גבל ע־ איד־" .Nicht sei Mannesgerät an einem Weihe־ (Deut. ‘J'2, 5)> dem Weihe verbieten, dass es: "ש־א “צא א יד ל כד־, ”•ן 'ד*ח״ד" nieht watIVngerüstet in den Krirg ziehe (Nadir Crlta!, vgl. Um. Msra z. St.: אד ־!צא «Vt '•דיס «•י■ •י «tt ■*MV)» r׳ א• * . 1•!-א ,» , < 1״׳ w> ו<א»וו• *) Eine belagerte Festung dürfen wir gewiss nicht mit einer Schlachtordnung verwechseln. Denn in einer Festung war und ist alles eingeschlossen. ln der l at sehen wir. dass seihst die l'rophetin Dehorah, diu auf Duttes B•- fehl den ltsrak zum Kriege gegen Sisera anspornt, von dem Kriege fernhleiben will. First das Verhalten l'.araks zwang sie dazu, mit in die >chlarbt zu ziehen. Ms war dies eine Ausnahme, wie sie in der biblischen /eit und auch spdter. solange das jüdische lieich bestand. l.egentmnen hat das jildiseha Keich zwei aufzuweisen. . nicht wieder vorkam, ,denn seitist die Kcg<׳nlinnen hielten sich von der Führung de» Kriegsheere*, wie die■ hei den männlichen Herrschern der Brauch war. zurück. *) Fis wäre vielleicht nicht hypsrkritisch «״zunehmen, dass die Worts יכייד ד־לידהד überhaupt nicht ursprünglich seien. Sie scheinen aus .1001 2, lrt wo die Wendung r1,'c>r״ r:Lr' "T: יצא ח־,ן 'urkominl, in die Mischnab hineingekomtnen zu sein. Tat-äclilich haben uisucbe Manuskripte die Worte nicht ׳vgl. ידני" :<;האי־ ‘n •ler neuen Wilnaer Mischnab.msgahe). Dies scheint umso eher der Fall zu sein, als weder in der .Mischnab vorher noch im Talmud von diesen Worten gesprochen wird Auch die ernten Mischnah* kommsntare erwähnen sie nicht : ein Beweis, dass sie sie nicht hatten.

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