Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- 6 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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174 Der׳ kuriose Mah'rscha und der gute Ton. 1צ״ל rvn ,.ר״י״נ stos«en und liier unil in den zur Stelle angeliihrten א'צ'נ'ב~ imd 1 אח־יגיב■ne kräftige -Uo.siatigjing der .llirscheschen Auffassung von der symbolischen Bedeutung gerade dieser IVberlieferung linden. W eiin ich nun den Boden der sachlichen Krwiderung verlasse, die mir bei erneutem Uürchletten der gittigeu und beleidigenden Schlusssätze des Ar- (Zeichens fast als zu viel Khre für den so wenig sachlichen anonymen Verlasser erscheint, s» will ich nur noch kom-tatieren, dass, ich's wobt verstehe wenn man solche Krgüsse nicht mit seinem eigenen Namen zu decken wagt Mir will's scheinen, als oh der .kuriose Mah'rscha* des Herrn X ein Schul- Beispiel daftir Sein sollt*, wie sieh Herr Y, der nach ihm das Wort ergreift, die Ausschaltung des guten Tones aus dem jüdischen Geistesleben denkt. Auch mit diesem Anonymus muss ich mich noch kurz auseinandersetzeu. Kr ruft Ksiiel Hildesheimer צ"*־: als Kronzeugen für sich und sein Bedürfnis, den guten Ton ausscracht zu lassen, auf Kr bedenkt aber nicht, dass ein im gerechten Zorn, im Kampf gegen Yerliihrung und Neologie, wie sie damals die ganze orthodoxe .ludenheit herausfordernd auftrat, geschehener hcltiger Ausfall nichts datür beweist, dass man mit ruhigen massvolleti Worteu, wie sic Hildesheimer wohl zumeist zu gebrauchen pliegte, nichts erreichen kdniite. Von Samson liaphael Hirsch aber hehauplen zu wollen, ihm sei der gute Ton fremd gewesen, beweist eine Fremdheit gegenüber seiner Person und seinen Schrillen, die Herrn ץ das Beeilt nimmt, sich auf ihn zu berufen. Will Herr V auch nur eine einzige Stelle in den gesamten von vornehmem Geist getragenen, polemischen Schriften llirsch’s nachweisen, die seinem Ideal vom schlechten Ton. das otfenhar auch das des Herrn X ist. auch nur annähernd entspräche? Nein, lieber Herr Y, im Norden und iiu Süden giebt es Orthodoxe, die vom Hirscheschen Geist erfüllt sind und damit auch den Wert des Taktes und des guten Tones zu schätzen wissen und deren echt jüdisches F.mptinden es ihnen unmöglich macht, unter Ausseraclitlassung des guten Tones ihre Nahenmenxohen zu beschämen. Ich hätte nicht so viel Worte über Selbstverständlichkeiten verloren und es dabei bewenden lassen, die unvornehmen Angriffe auf eiueu Mann zurürk/uwe:son, den ich als einen 'צדי und חיי* **'י• ■ה^ב״ד חבב• der wenigen tilhrenden Persönlichkeiten verehre, die wir besitzen. Aber di!■ Gefahr, die ich darin erblicke, dass in einem gesmniingsverwandten l'd Ute als jüdische Koriteriing und ■1• I.< henselixier de: Orthodoxie dir Notwendigkeit dargetait wird, den guten Ion fallen zu lassen und deu schlechten aut den Schild zu erheben, zwingt mich zur Abwehr l'en Herren Anonymi aber rufe ich zu: deckt künftig laue Geistesproduk'e mit Tairem Namen, und Ihr werdet vorsichtiger, taktvoller, vornehmer sein in dem. was Ihr schreibt.