Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- 6 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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170 Von tlcr Fr;1nkfnrt1‘r Ji-sihiwah. Wer je einer Jeschiwo — rs muss ja nicht gerade die Frankfurter sein — innerlieh nah!• war, den wird und muss es wie ein eiskalter 1!auch aus den lernen und fremden Regionen unjüdischen Denkens berühren, wenn er in apologetischen Schriften, die in wohlmeinendster Absicht dem jüdisehen Denken einen Dienst zu erweisen glauben, Kaschi und Kamban in einem Atemzug mit Kittel und Wellhausen genannt werden sieht. Ks ist das.keine Aeusserlichkeit, die sich mit unbedingtem Respekt vor den (irossen unserer jüdischen Vergangenheit vertrüge, in dieser Zusammenstellung von Jüdischem und l'njüdischem, unserer alten כ־ס"-יכ mit modernen christlichen Theologen, tritt uns ein Charak* ter/ug des jüdischen Modernismus entgegen, der so bedenklieh, so hässlich, so gefährlich ist, dass orthodoxe Literaten ihn peinliehst vermeiden müssen, schon des blossen An- ־Scheines״wegen, als wunderten sie uuf der Heerstrasse, die in den Abgrund der liberalen Hibel- und Talmudexegese führt. Was ist denn das Kriterium des liberal-jüdischen Denkens? Die Zerstörung des Heiligenscheines, der das Haupt üei Ramban, Kaschi usw. bestrahlt, (Tortsetzung folgt).