Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- 6 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/4900572-5964860-5964940--1448-4901971- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
16ß Von. dir h'r,1n(tfuft(;r Jvs!1:hiw4hs Denn nicht jeder nimmt sich die Zeit, nicht jeder hat die ^tsdauer und vor allem die nötige-• Li eh! /um!.einen, um aus" dem ohnehin so kurzen Menschenleben eine Reihe von kostbaren Tagen für die Krgründung eine*. .kuriosen Ma'- harscha“ zu opfern. Verfügt«* alx'r selbst «•in Jeschiwajünger über «benötige Zeit, um sich mit glei« h«‘r Hing«‘l>ung in «•in religi«msphil<>- sophi->ch«‘s!,rohlem wie in einen schweren Ma'harscha zu vertiefen, so liefe «•r «l«««־h hei «liesen philosophischen .Wigungen leicht Gelähr, sich allmählich «lern (leiste «les biblischtalmudisch«‘n I)«־nkens zu entfremd ■n. D«־nn nicht lau!'und oft genug kann es betont werden, «lass im Sinne von Bibel und Talmud die Beschäftigung mit den höchsten und letzten Dingen d«־r \\'«*lt ein Vorrecht auserlesener Geister ist, während zum Gemeingut aller als Juden (ieborenen die דיות דאב" '־נא■*, eben jene l'artieen unseres heiligen Schrifttums werden sollen, zu deren Bi'herrschunu «ler Schöpfer «lesMens«'hen auch Durchschnittsint<־lligenz«'n mit dem nötigen geistigen Rüstzeug v«Tsah. Wenn ־ich Max und Moritz über das Wesen Gottes und die Göttlichkeit der Thora allerhand unmassg«‘bhche Gedanken machen, so ist das eine Anma־sung, <li«• sich ein re« hter ״צ*בד u\s■־, der nicht ״doziert“, sondern .lernt", «ler kein*' .Vorlesungen", somlern ״Schiurim“ hält, als einen überheblichen Kingrilf in das Recht «ler geistigen Aristokratie Israels ernstlich verbitten wird. Wie kommt so ein naseweiser junger Mann, der nicht einmal alle Abkür- Zungen im ט־ך* und ט ז richtig entziffern kann, dazu. Gott und die göttliche Lehre vor den wackligen Richterstuhl «ler Kritik seiner unreinen Vernunft zu zerren '.■' I’nd erst die Bib«־lkritik! ln seinem ber«‘its erwähnten Aufsatz schreibt H«־rr Dr. Wohlgemuth am Schluss, dass die Kuratoren d*־s B«־rlin<«r Rabbin«*rseminars die Absicht haben, das Talmudstudium dort auf eine viel weitere Basis zu stellen, es zu einer Jeschiwah aus/uhauen. die mit «'iner Kr- Weiterung des Lehrkörpers verbunden sein soll. Man hofft aus dem Zuströmen der Schüb-r, die dur« h den Kintritt in