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Jüdische Monatshefte · 1917-01-01 · 5 (1917) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
4 (1917)
Issue
5 (1917)
Date
1917-01-01
Page
[Seite] (sequence 32)
Language
German
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IW» l)i«• Neuorientierung de» deutschen Judentums. nelbst in ilim weilt Euch schien die /eit des Ideenkumpts vorbei, lind die Zeit friedlichen Wirkens iin Inneren. geschlossenen, einheitliehen Auftretens nach Aussen gekommen Nicht Kure Schuld, sondern die Schuld der Zeit war'»,' dass Ihr also dachtet. — —u ״Aber seht, 111111411^1 ^eine neue Zejt^dje nicht inr, die nicht wir, die keiner voraussehn konnte. Der Weltkrieg bringt sie herauf und niemand hindert ihren (!an•.'. Ihre Impulse gilt'* der göttlichen Wahrheit, die ja auch die Kure ist, dienstbar 7.11 machen. Sonst schreitet sie über uns hinweg, und das deutsche Judentum, das Euch teuer, ist gewesen.“ ״Verzeiht,wmin wir es Euch offen sagen, su hart es klingen mag; wir wollen Euch nicht verletzen, alter das Herz treibt uns dazu : So wie Ihr in den vergangenen vierzig Jahren Kuch verhalten habt, mag es zwar " sch klug und menschlich verstandlieh gewesen sein. Aber von nun an und weiter wird’s zur furchtbarsten (Jefalir! Ihr habt Kuch zu viel um uns gekümmert. Ihr habt um uns geworben, habt uns zu Kuch hinüber zu ziehen Euch bemüht_Ihr habt Euch nicht dabei beruhigt, vor Eurem eigenen (lewisscn Kuren I ־hertritt ins Kager der Neologic rechtfertigen zu können, Ihr habt vielmehr immer wieder und immer wieder auch von uns, von unseren Führern verlangt, dass auch deren (Jcwiasen Kuch rechtfertige, auch deren l’herzengung die l'nanfec htbarkeit Eures Schrittes hestütige. Nicht als einfache Soldaten wolltet Ihr mittuu, wo fiesetzestreue in Selbständigkeit sich zusammenfanden: in Füllrerstellen wolltet Ihr kommen, um Euer gleiches Recht zu erstreiten". ״Seht, das geht zu weit, das könnt Ihr nicht verlangen. Heute weniger als je Der Kampf der Ideen bricht aus. Ihm allein gilt fürderhin unser Bund. Da brauchen wir Männer zu Führern, deren letztes Wesensteilelien in göttlichem Feuer glüht, deren Antlitz Schwingen decken, dass sie keine Rücksicht kennen, deren Füsse Schwingen decken, dass keine Kette an ihnen klirrt, und die uns frei zur Höhe tühren.“ ״Ihr aber, Ihr seid - verzeiht es nicht frei. Das neutral-jüdisehe Hand, das Kuch iimschlicsnt. verpflichte( Euch dienstlieh zu einem Verhalten, bei dem das Band nicht zerreisst. Das Baud hindert Euch, ganz so zu sein, wie Ihr es vielleicht gerne »ein möchtet. Ihr wisset seihst am besten, warum Ihr!lies Band Euch auferlegt. Vielleicht erschien es Kuch eines solchen < •pfers 5

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