Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 10 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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/um jüdischen Khererht. 31.) Mas Kntscheidende für den Brauch der Misclmalr ״des Ver- Imius •״קנרד ist alter folgendes. Die Uehergahe einer Peruta an die Fra« genügt nämlieh nicht. Vielmehr iims.s der Mann, damit der animus maritalis unzweifelhaft zu Tape tritt, bei der Übergabe der Peruta eine mündliche Bekräftigung verlautharen. Diese lautet: .Du seist mir angeheiligt nach dem Gesetze Moses und Israels“ Ketub. 3a. Gittin 33at. Der Mann hat diese Formel in einer der Frau verständlichen Sprache auszusprechen, denn ihre Aussage, sie hatte dieselbe nicht verstanden, macht das Verlöbnis ungültig. Demnach ist diese Heiligenstormel die Hauptsache._ Auch steht das Verbum ‘*קנה., seihst hei abstrakten Dingen /.. B. Aboth 2, s: הנה שט טיב קנה יי דביי הייה קנה די ח״ העלב הבא. Ähnlich bei einer Person: ■קנה לך הבי. Hier kann es gewiss nicht kaufen bedeuten. Und schliesslich ersieht man. wie fremd der biblischen Auffassung jedweder Frauenkauf ist, aus folgendem Vers: *‘״ ,.ביה והי; נהיה אביה יטה‘ א־בה טיצבלהHaus und Hut kann dem Menschen als Vätererbe zufallen; eine verständige Frau da* gegen nur von Gott*• (Spr. 1!), 14). Nicht der Mensch erwirbt oder kauft sich eine Frau, sondern Gott bestimmt sie einem. Betrachten wir nun die pcntntcuchischc Bestimmung, wonach der Vater das Hecht hat. seine Tochter zu verkaufen. Das Gesetz lautet folgendcrmassen: ..Und wenn jemand seine Tochter zur Magd verkauft, so soll sie nicht ausgehen, wie die Knechte* ausgehen. Wenn sie missfällig ist in den Augen ihres Herrn, so dass er sie nicht für sich bestimmt, so soll er ihr zum l.oskaufen verhelfen; au Fremde hat er nicht die Macht sic zu verkaufen, da er treulos gegen sie war. Wenn er alter sic seinem Sohne hestimmt, so s!dl er nach dem Hechte der Tin hier ihr tun. Wenn er ihm (dem Sohne) eine Andre nimmt, so soll er ihre!der Magdi Kost, ihre Kleidung hidl ilfre Wohnung nicht vermindern. Tut er ihr diese drei Dinge nicht, so soll sic umsonst, ohne Gehl, aus* gehen. Kxod. 21, 7—ID. Dieses Gesetz bezieht sich — sh viel ist auch dem Wortlaut zu entnehmen — auf den Verkauf eines Mädchens. Fest steht alter auch, dass cs sich hier nicht um einen einfachen Verkant handeln kann. 7.11 näherer Krklärung auch dieser Sache, wollen