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Jüdische Monatshefte · 1916-01-01 · 10 (1916) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
3 (1916)
Issue
10 (1916)
Date
1916-01-01
Page
[Seite] (sequence 25)
Language
German
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Zum jüdiu-han KharMlit 311 קינה ראשה der Mann kann nieh eine Frau erwerben, womit allerdings der Frauenkalif wenigstens angedeutet wäre. Bereits der Talmud weist aut diesen femgevvähltcn Sprachgebrauch der •Mischnab bin und meiut ebenfalls, der Mann kann sieb, nach jüdischem Kocht, keine Frau erwerben, nur die Frau kann sich freiwillig dem Manue zueigne» lassen (11. Kidd. 2 b: אי; האשה :״:'ת בעל ברחה), l'nd dann bemerkt die Misehiiah, wodurch findet diese Aneignung der Frau an den Manu statt? ,.׳ ־‘בבב־ז יבשצרlureli einen l’fenmg, — wie die llilleliten es erklären — und durch eine l'rkiinde, worin -4ie^ Worte: ,,sei du mir geheiligt״ atehen. Beim zweiten Mittel ist es klar, dass von keinem (leid oder (icldwort, als Kaufpreis für die Frau gesprochen wird, denn die Heiliguugsworte dürfen ja auch auf jedwede wertlose bewegliche Sache geschrieben werden Aber auch heim ersten kann von einem Kaufpreis keine Hole sein, da die Misehnah nur einen Plcnnig ungiht, was doch unmöglich als ^Kaufpreis betrachtet werden kann. Set/t doch die Bibel den Preis des niedrigsten heidnischen Sklaven auf 30 Sehekalim fest. Kbenso bestimmt die Thora für den Vergewaltiger eines Mädchens eine Strafe von 5<י Sehekalim; wie sollte nun eine Frau einen Pfennig kosten V l'nd schliesslich sei noch auf Folgendes hingewiesen. Wührend an der Stelle, wo das Verbum in der Misehnah angowandt, wird, wie bereits erwähnt, nur die passive Form א’*ה נקני״~ angeführt, steht hei dem Verbum ברש ..heiligen" die aktive Form "׳האיש דקדש•• der Mann heiligt die Frau; erwerben ihirch (leid kann er sich keine Frau, wohl aber heiligen durch Worte Nach alledem kann man weder aus dem pe»tafeurhis<׳hrn noeli an* dem mischniseben Sprachgebrauch des ein Frau! iikaHl 1111 alten Judentum erweisen. Was bedeute: nun die Angabi• des Misehnah, dass אש~;קניה בכבר', dass eine Frau durchreit sich dem Manne amigueu lassen kann? Welche Bedeutung liegt diesem Aneigneu /u •iremle? Viele erklären es als ein Svmbol (so Saals!■ Imt/., M osaisches fiecht 2. Aull. S. 70fi und Kaiserlmg ilml.) Demnach i'1 der Kau| der Frau nieht ganz aufgehoben, sondern nur idealisieil In d 1• •s.t-111 Sinne hat man die Perma der Misehna mit der rhimachen r< oemtio‘•

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