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Jüdische Monatshefte · 1916-01-01 · 10 (1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
3 (1916)
Issue
10 (1916)
Date
1916-01-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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(ioeohafu- und Staatsmoral.!>!♦;» 0nRgewt7.es (vgl. die vom r“P /.. St. citierten Stellen aus dein צ״ע ח״ד•), wie das. was w ir heute unter geschäftlicher Konkurrenz verstehen, mit gleich ernster Kntschiedenheit und l nerhittli! Iikeit religionsge8et/.liclnrr Regelung. Riudung und F.insehränkung unter, würfen wird, wie jede ander•■ Sphäre des alltäglichen Lehens, wo wir dem wegweisenden Anspruch und Kinspriich der Thora auf Schritt und Trilt׳ zu hegegnen gewohnt sind. Leider erscheint so Vielen unter uns das Judentum immer nur in der Vorstellung eines kirehlieh-synagogalen (iehildes. Was ist über das umfassende Wesen der jüdischen Religion nicht alles schon-geschriehen und gepredigt worden! Und doch erscheint so Vielen unter 1111« die Thora immer noch im Bilde einer Met- und Fastcureligiou. Das Wort im achtzehnten der Neunzehn Rriefe: ״Allmählich kam in die Hände des Volkes ein Teil eines Werkes, das. ursprünglich nur für Repititiou der (iclchrtcn hestimmt, die letzten Resultate der talmudisclicu Wissenschatt rein für di•• äu>ser•■ l'raxis darstellt; vorzugsweise mir amlersgeordnetcr Auszug aus dj*m systematischen Werke des Ranihams, wodurch dieser uns gerade als der grosse Krhalter des praktischen Judentums in den /,eiten des iihergrossen (!olusdruckes erscheint. Ahcr unglücklicher Weise kam fast nur ein Teil dieses Werkes in die Hände der Leute, der nur die Abschnitte Fdauss und Awaudoh enthält, des (iottesdienstes und der Festtage; die übrigen!,dichten werden in den anderen Teilen entwickelt und zwar auch seinem /.wecke gemäss für <!«•lehrte, nicht fürs Volk. ׳Da erzeugte sich nach und nach die unglückliche Ansicht hie und da. als oh das Ligcntündiehe des Judentums nichts sei als beten und Festtage leiern, aber das Lehen blieb unerkannt״ — —; dieses Wort ist noch heute so aktuell wie zur /,eit, da es geschrieben ward. Sehen wir uns doch einmal um in unseren Kreisen. Wie Viele unter unseren י iesinnunnsgenossen. die täglich morgens und nheud' Schulen gehen, täglich Tnlli' und Tctillin. legen, ohne Hroclio nicht essen und trinken wurden, ihre Sabbailu׳ und Fest- und Fasttage halten und demgemäß' der otVcntlichcn Meinung als fromme, orthodoxe Juden gellen — wie «ich• \״n ihnen wissen oder ahnen am h nur, dass der Tahuinl am Anlaiig des dritten!!,erek ton Knlusihin das -rosse Wort spricht: ':ע

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