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Jüdische Monatshefte · 1916-01-01 · 7 (1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
3 (1916)
Issue
7 (1916)
Date
1916-01-01
Page
[Seite] (sequence 30)
Language
German
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I'i«• t\ urzel des Kriei.'1*s. 2-.M!> kann da« um Nur hüte sieh jeder davor. aus lauter Freude am S\Kt«‘!!■ die Haltlosigkeit de.« ganzen /» verkennen. Ihr Völkerreeht«|el1rer vrl«-i<׳l1t «lern Mathematiker, der mit den am dreidimensioualeii Uniim ahj'elan«1׳hten Mitteln eine törndielie (ieonietrie des n dinn-nsninali-n Kauuies aufsielli. F.s soll aueli Matlieniatiker gelien, die lei/terem •-!tuebeiisohhe IJealität zn«pre1 heu. wie unserem F.rtähriingsranme. in dem wir uns sn w!dd tiihlrn. I>as Völkerreeht ist da- Keelii der n dimensionalen Krile. I)enn unsere ei •re ne Mutter Krde gönnt 1 lim imrli keine Stätte. — — hs wird das, nielit eben beneidenswert. Verdienst Italiens lileilien. in diesem Kriege mit infernaliseher K11״'e(|11en/ den dieken Mrielt unter alle l’rämissen gesetzt zu lialien. die der llejrrill' der Suveränität 1)1 in an die Hand gab (Juni enini respuhliea ilolo läeere |!o*sit •׳ I tiesen 11׳ Satz aus dem römisehen Heelit kann man, auf den Staat übertragen. dem Verhalten Italiens zur 1’ehersehrili setzen Her Siiwriin kann kein l'nreiht tun. Kr ist freiester Sehöpfer des He! bis ־ . . rar tele«! 1mn> plaisui! —. imd es ziemt dem (iesel10|d gar sehleelit, zum lliehter seines Srliöpfers sieh aiitzuwerlen. Hn; Fiktion ist ehe» Italien etwas 11nhe1|11em geworden. So lialien seine würdigen Staatsmänner den •ranzen Hallast mit veriiehtlielier (teste hei Seite gesrhoben. Hätte ein privater Kaufmann je »o gehandelt; die (i.issenhiihen hätten ihn Zeit seines l.ehens hohnlaeheiid amrespien. Aber treilieh! Her privat!• k i't i-hen kein Stiverän. — — Man hat vieltä! h klaren' hören. Italien' Vorgehen liahe uns um .lahrhunderte zurii! kg!׳worten. lud in!l!־r Tat. mau muss sehon gar weit in Kumpas <•<•>< liit-ht•• /ttriirkgreifeu, um ein tollkommen würdige« Analogon zu linden. Wie sollen künftighin noch zwisehenstaatliihe Verträge moglirli sein, naehdem Italien d!׳r Welt gezeigt hat.!lass seihst!■in ilundi Zeitahlaut geweihtes V1׳rhältnis wie!•in Spinngewebe zerrissen werden kann? ltalii'ii. so sagt man. hat di!• zwi«elie11stuatliel1e11 Keziehimgen auf lange hinaus verdrillet. 1 >1*r Hann sei gehroehen; was in Jahrhunderten langsam •r* r׳ ilt. ühi•!■ \a!׳ht tenlorn uml ta-rwidit. Italiens Verhalten «o!l hier keine Hes! hönigung linden. Seine verblüflenih l'iianständigkeit «prirlit ftir sieh. Aber aus Kntrii'tung iilier den Skamlal •larl' die Wurzel des l'ehels nielit verhornen hleihi-n. Italien hat eheii von seiner Suteränität ergiebigen (Jehramdi gemneht. Hat in Tat nmge«1׳tzt, was die Zünftigen so 0(1 mit d!׳r Miene nne ‘ r l'eherlfgenheit uns eingetragen 11:1 In׳u : dass es nielit ehen Zeielien hesonderer Krleiwhtung sei. mit llieder niauiis Moral 1‘olitik zu treiben : dass das .Feh' iinmer Treu und Kedlieliheif tiiidrt als politisehe Weisheit erai'htel werden könne: da" die l'olitik es h׳J1gl11׳h mit M:n111׳l'ra^i•11 zu tun liahe; 11 s. w.. 11 s. w Nielit Jedermann hat sonnt das Zent: und 11:1' Heelit, sieh über Italien vnllhrüstig zu entrüsten. Hie Zünftigen mögen streiten. 17 5934 6936

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