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Jüdische Monatshefte · 1916-01-01 · 6 (1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
3 (1916)
Issue
6 (1916)
Date
1916-01-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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17a Du orthodox* Judentum in Mitteleu׳-opu. auch innerhalb der deutschen Orthodoxie Zerklüftungen erlebten, die (Jriinde zu vergegenwärtigen. aus welchen beim Beginn des Kongresse* ein Zusammengehen der gesamten unparisi hen Orthn;־ dnxie »ich noch als tnöplich und erforderlich eu1|dabl. Hören wir was Hildesheimer als ersten dieser (jriinde bezeichnet : ״Einmal nämlich mussten wir uns verpepenwiirtipcn, dass doch in der Tat die orthodoxe Partei, im Ganzen und (Jrosseu betrachtet, eine einipe ist, die rücksichtlich spezifisch-jüdischer Tendenzen im Allpeineinen dieselbe Zwecke verfolgt, die Krhaltunp des ehrwürdigen alt jüdischen Lehens, möglichst weiten und tiefen Ausbau der Thora und Bewahrung des streng religiösen Lebens in der (Jemeindeorganisation. Und gehen auch die Mittel und Wege zur Erreichung und Reservierung -dieser heiligsten Gilt “r—bei »fett Schattierungen der orthodoxen Partei •dt, ja meist, sehr weit aiiseinander, so waren wir doch geradezu verpflichtet, in erster Linie an die Identität des gemeinsamen Zweckes, innerhalb dessen sich die Hauptfragen des Kongresses bewegen sollten, zu denken, und der Hoffnung Kaum zu geben, dass eine Vereinbarung der Mittel bei Gemeinsamkeit des Zweckes, trotz grosser Schwierigkeit der Verständigung, doch ermöglicht werden—könnte"־־.־■-rh*—mehr—wirbeute geneigt sind, Kragen der jüdischen Gemeindepolitik als Kriterien für das Wesen der Orthodoxie abzulehnen, desto wichtiger ist es zu betonen, dass damals zur Zeit des ungarischen Kongresses gelbst die Orthodoxie, die an die .Möglichkeit einer Verständigung mit der Neologie glaubt(‘ und aut Grund dieses Glaubens ihr Ver halten zum und beim Kongress ciurichtete, keineswegs gewillt war. den Begriff einer jüdischen Gemeinde zu neutralisieren. Auch ihr galt ״Bewahrung des streng religiösen Lebens in der Gemeinde- Organisation* als eines der gemeinsamen Zwecke, in deren Förderung alle Schattierungen der Orthodoxie sieb zusammenfinden müssen, wenn sie den Anspruch auf Zugehörigkeit zur Orthodoxie nicht verlieren wollen. Auch ihr war die ״lyrhultung des ehrwiirdigen alt jüdischen Lehens“ ohne ״Bewahruug des streng religiösen Lehen* in der (iemeindeorganisation“ ein unmöglicher Gedanke. Die Einheit der’Orthodoxie blich nicht lang gewahrt. Bei der Diskussion über die dem Kongress vorliegenden ״Gemeinde-

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