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Jüdische Monatshefte · 1916-01-01 · 2 (1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
3 (1916)
Issue
2 (1916)
Date
1916-01-01
Page
[Seite] (sequence 28)
Language
German
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60 zahmes Scharmützel, sondern bald »•ine wilde Todessehlacht sein wird bedächten di*• Regierungen diese verhüllten Nöten, sie müssten tr״h sein, dass es nneli •Inden ant' der Welt giebt. dass die Schweizergarde des Deismus, wie der Dichter (Heine! sie genannt hat. nneli aut' den Reinen steht, dass es noch ein Volk (»ottes (*ielit. Statt sie von ihrem (Hauben durch gesetzliche Heschrüukungen abtrünnig zu machen, sollte man sie noch durch Prämien darin zu stärken suchen, man sollte ihnen aut' Staats kosten ihre Synagogen hauen, damit sie nur hineingehen, und das Volk drausscu sich ciuhildcn mag. cs werde in der Welt noch etwas geglaubt. Hütet Kueh. die Taute uuter den .luden zu hetördern. Das ist eitel Wasser und trocknet leicht. Helördert vielmehr die Heschneidung. das ist der tilauhen, «-ingeschnitten ins Fleisch; in den lieist lässt er sich nicht mehr cinsehneideu. Hefordert die Zeremonie der Denkriemcn. womit der (Jlauhe f'estgc- Ininden wird aut den Arm , der Staat sollte den Juden gratis das l.eder dazu liefen n. sowie auch das Mehl 7,u .Myz/.ekuchen, woran das gläubige Israel schon drei Jahrtausende knuspert. Fördert, beschleunigt die Kiuanzipation, damit sie nicht zu spät komme mul überhaupt noch Juden in der Welt antrift't, die den (Hauben ihrer Väter dem Heil ihrer Kinder vor/iehen. F.s giebt ein Sprich wort, ..während der Weise sieh besinnt, besinnt sieh auch der Narr.‘־ 1'11*1 Heimbesann sieh in der Tat. F.r ist immer und überall, wie wir s! In n. ehrlich' gegen sieh, hängt nie ein scheinheilig Mäntehhen um seine Hedanken »ml Handlungen. Kr erkennt schart und klar, wie ans unseren ('itaten hervorgeht : Das Wesen des Judentums ist unzertrennlich von seiner Religion. Seine (Jeschichte ist eine (Jeschichte seiner Leiden um diese Religion. Diese Religion aber ist ihm selber fremd, er ist nie in innerliche Fühlung mit ihr gebracht worden und er hat He auch jm Laute seines Lebens nicht gewonnen. Im (iegenteil — sie erscheint ihm frühzeitig als das älteste Heispiel jener intoleranten Staatsreligioneii. die er bekämpft in jeTIer Phase seines Lebens. Trotzdem etwa wie auch Nietzsche dem gewaltigen Mntiuuicnlnlhnn der römischen Ivirehe Bewunderung zollt, während er gegen den liberalen Protestantismus Front ma< 11( versagt Heine eine Art

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