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Jüdische Monatshefte · 1915-01-01 · 10 (1915) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
2 (1915)
Issue
10 (1915)
Date
1915-01-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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351 Deutschtum allein jene synthetis» he Kraft zu eigen. die in höchstem Universalismus sieh selber 4104*11 nieht verliert uml fremde Werte Iurt'li originelle Verarbeitung itmwertet. So mögen wir uns gerne der HnlTnuug liingeben, dass das Deutschtum, wenn es in »liesem Kriege, sich nun anschickt. zu einer Machtstellung ohnegleichen em|10rzusteigen, von seiner Macht einen solchen < ■ebrauch׳ machen wird, wie ihn die Geschichte bisher nicht gekannt hat : dass dieser Krieg der Ausgangspunkt werde jenes friedlichen Siegesschrittes deutschen (leistes über den ganzen Krdkreis, zur Verbreitung der Idee der Menschheit, zur Versöhnung der Völker, zum Hunde der Staaten. Deutscher Geist, der also wirkt, hat die Zukunft für sich. Denn es ist die Zukunft, deren Bürge — das Judentum ist. Selbst heute, in diesen Zeiten ensetzlichster (iemiitsverwir• rungen, kann ich es mir nicht denken, dass es auf weitem Krdrund einen Juden gelten sollte, der das Deutschtum so recht von Herzen hassen könnte. Gewiss, Frankreichs und Knglnnds Juden nicht minder wie die Juden Russlands erteilen ihre gottgeboteue Pflicht 111141 kiimplcu für das Kami, dessen Bürg«*r sie nun einmal sind. Aber au den Paroxystnen des Hasses können sie. di»“ Hand aufs Herz, sieh nieht beteiligen. Zu fest sind die Fäden, die Judentum und Deutschtum historisch verknüpfen. Gewiss. Blut ist nicht 4li» ker als Wasser. Aber Liebe ist stärker als Hass. Wes Kinilesobren deutsche .Mutterlaute vernommen, wes Kinilestj-üume von den Weisen »les ״Mummeloschen‘ umwoben, der müsste gegen *ich selber sieb kehren, wollte er Deutschtum hassen. — Und welcher Jude könnte endlich vergessen, »lass vielleicht! — in diesem Augenblick deutsche Wallen die Befreiung jener Ärmsten »ler Armen!■»»*bereiten, »lie für Vät'e.rch»*n nur sterben, aber nicht — leben dürfen. Irre ich nicht., so steht ein»‘ neue, gewaltigere Auseinandersetzung zwischen Judentum und Deutschtum bevor. Polens Juileu schicken sich au. Kant und Schiller Aug in Aug gegenüber zu tret»“11. Der Gott Israels verschone sie vor einem Geiger! Der Gott lsrn«ds senile ilm4an den Mann, »ler ihnen die Kulturwerte »les Deutschtums aufweist un»l sie zt1gb‘i1׳h zur Stärkung und Festigung des Judentums nutzbar macht. Nieht nur die Interessen des

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