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Jüdische Monatshefte · 1915-01-01 · 10 (1915) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
2 (1915)
Issue
10 (1915)
Date
1915-01-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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335 gewichtige Stimmen, di•• sieh von einer Verwirklichung dieser Forderungen nur sozialen i’nscgeu versprechen. Wohl alter wollen und müssen wir betonen. •lass vom Standpunkte des jüdischen Heligiousgesot7.es auch die Anwendung der schönsten Heilmittel nur eine halhe Arbeit ist. solange sieh die Sozialpolitik nicht im eng■ sten Zusammenhänge mit der sittlichen und religiösen Volkserriehim^r betätigt Sie darf der Heligion nicht jene reborlegonheit ontgegeiihringen. mit der sich *:ereilte Menschen den Idealen der Kindertihel outwaehsen fühlen. Sie dar! niemals vorg« ssen, dass dort, wo der Wille massgebend ist. die Macht der Heligion schon deshalb nicht atisgeschaltet werden kann, weil sie auf die Leitung des Willens ein durch .lahrtansende verbriefte־•, zur Zeit wohl hestrittenes. doch nimmer zu erschütterndes Anrecht besitzt. Wir wollen nun versuchen, mit ein paar Streiflichtern aus unseren hei ligen Büchern den St and |>n 11 kt des Judentums in diesen l>ingcn zu skizzieren. ■'>. Während unsere Sozialpolitiker damit zufrieden wüten, wenn die Khe von allen Staatsbürgern als eine soziale Angelegenheit betrachtet und behandelt würde, wird in unserem Heligionsgeset/. die Khe zu einem (iegenstaud des religiösen (Jewissens erholmn. Wohl ist auch Mas Motiv der jüdischen Khepflicht im Hinblick auf 1 יא ההו ביא" ישבה 'ציהJes. 4r>> in der sozialen Kr wägung verankert, dass ohne Khepftich( Z'"J~ Z"i'" Z"~ nicht möglich wäre. Schou darin aber, dass nicht die Krhaltung des Staates, sondern die Bevölkerung der Welt dem Heligiftusge• setz vorschwebt, wenn es die Khe als eine vor und nach ״der Sii ndfiiit verkündete, an jeden Kinzelnen gerichtete דצי". י עשה darstellt, liegt ein idealistisches Moment, dessen Höhe der nationale Kgoismus niemals erklimmen wird. Iin (Jegensat/ ziiui Schrei des Staates geht der Schrei der Welt nach mehr Knaben und Mädchen nicht aus dem Verlangen nach mehr Soldaten und Soldateumiitlern hervor. Iler Staat macht seine Menschen zu Bürgern, die Welt macht ihre Bürger zu Menschen. I*ie Interessen de« Staates ver tritt der Staat selbst, die Interessen der Welt werden von (Jott als ihrem Schöpfer und Kegicrer vertreten. Nur (Jett alter kann einen Khe- und *Jehärzwang verkünden, l ud mit ,'eich eiserner Konsequenz wird er in (Jettes kehre \erkundet' ׳!• Khepllirlit beginnt >•11׳ neuem, wann die Kinder gestorben ׳ ,׳. weil mit

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