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Jüdische Monatshefte · 1915-01-01 · 8/9 (1915) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
2 (1915)
Issue
8/9 (1915)
Date
1915-01-01
Page
[Seite] (sequence 41)
Language
German
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297 igcn wird. Nicht äussere Wunder, wie Todtenhclcbung 11 dgl aerden es Hein, die ihm den vorgezciclineten Weg babiitn werden, *.•uderu die gleich Wundern wirkenden überwältigenden Zeichen *nner nuielitvollen l’erHÖnlichkcit, der das bis dahin Unmögliche dingen wird, da» Reich tiottcs aut Krden zu begründen. Auch iten Kosiba ׳Hur Kncliha). zu dessen tiläuhigcn eine Zeitlang auch m Mann wie Rabbi Akiha zählte, war kein Wundertäter. Nur *eine aussergewöhiiliche Persönlichkeit war’s. der das unerhi>rle Wunder gelang, sich für eine Weile die (ielidgschaft eines Teiles 1er damaligen Weisen zu erzwingen. Welche Zeichen sind!׳*!!!er. die den wahren Maschinell legitimieren werden;׳ Kr wird erstens vom Hause Davids ahstammen müssen. Diese Knrderiing veridlanz.t den Ailel des-Rluti;*—als eine lebenskräftige i-l»ö• in die messiauische Zeit. Wir sind gewohnt, auf Kosten des ׳.eilankcns der Vererbung, der uns sehr reaktionär vorkommt, nur las von schöpferischen, ihre (Srösse aus sich selbst erzeugenden l’ersönlichkeiten (icleistcte als wahrhatt gross und wertvoll zu ctracliten. Durch das Mnscliiachdogmu werden wir belehrt, dass nicht bjns physische. sondern.auch geistige IVrsbnlichkcileii in der!'.•iinifie wurzeln; dass die Ribel nicht umsonst das ewige Volk als ׳me (•ruppe von Kamilien schaut; dass der Itlutsadel ■■in in der aiessianischen Zeit zu neuem Leben erwachender Kerugcdankc der udischeii Anschauung ist. Zweitens wird der Mosclnach ein Mann sein müssen, der deich seinem Ahnherrn David in die Tielcn des TI1״raw■■rtes sich 11 versenken versteht und ihm auch in der praktischen Krfüllung 1 ׳ es Keligionsgcsctzcs ejienbiirlig ist. Wir haben über das Verhält 1 s des Thorastudiums und der praktisebcii Religiosität zur öllcnt ׳,heu W irksamkeit xieltäch ganz unhaltbare Vorstellungen Wir ״den von der stillen, weltfremden (iclehrtcnstiibe und der Arena les nlfcntlirhcn Kumpfes, wohin die zarten Itlumen der Theorie ׳,h nicht verirren können, ohne von• den Rosshufen der lebendigen Wirklichkeit zertreten zu werden Der Mosehiach wird uns darü* etbelehren, dass selb*! .lemaiid. der mit dem Anspruch auftritt. 0• Welt neu zu ordnen, vor allen Dingen thoragdehrt und fromm in muss; dass Tliorakunde und Thoratrciic nicht blo« den Delirtcn. sondern auch den Reorganisator der Welt charakterisieren: ml dass eine Arena, in der zart!• 1(111011*11 zertreten werden, , aber keine Stätte de* geistigen Kampfes ist. ein 9505

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