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Jüdische Monatshefte · 1915-01-01 · 7 (1915) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
2 (1915)
Issue
7 (1915)
Date
1915-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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2:׳,< I — . כ«כ*ח לב** :יד Niemals, hat Bismarck gesagt, wird soviel gelogen, wie in der Zeit des Krieges Das sonst Unglaubliche und auch nicht Geglaubte, iui Kriege w ird's ״ejaubt und unbesehen von Mund zu Mund gegeben. Da ist es denn am Platz, sich und Andere zu erinuern, dal! die Wahrheit d 11 die Übereinstimmung der Aussage mit der Wirklichkeit nur durch emsige Forscherarbeit zu erkunden ist• Auch bei den gewöhnlichen Vorkommnissen des Tages muß nach der Wahrheit geforscht werden Sie liegt niemals in der Luft. Sie ist überall das Krgebfiis tiel eindringenden Gelehrtenfleißes. Diese häßliche' Tatsache, dal! jede Aussage, wenn sie als wahr gelten soll, sich erst als wahr erweisen muH, könnte uns traure-' stimmen, wußten wir nicht, daß die Lust zum Fabulieren nun einmal allen Menschen mehr oder weniger angeboren ist, daß der natürliche, ilkug zuni SpieL am allcrwerngstea^sich dortver- Teugnen kann, wo die Phantasie Gelegenheit hat. sich nach außen hin /u ergehen, d h. im Worte sich zu betätigen■ Wie viele Menschen giebts die sonst ganz ehrlich sind, doch unbedenklich zu lugen anlangen, wenn ihnen der Gesprächsstoff ausgeht Ihnen die niemals einen Mord oder Diebstahl begehen könnten, ist die l uge eine tiaute Gespielin ihrer Mußestunden Und so wird es wohl für absehbare Zeit ein Unerfüllbarer Zukunftstraum von l'han asien bleiben,, an eine solch mteiiMve Zunahme der gegenseitigm kmpt’.ndsamkeit der Menschen lur das von ihnen ausstimm n.ie gültige Fluidum zu glauben daß es einmal möglich stiu wird. Gedanken zu erraten: wohl lur alle Zei eh durften die Menst In 11 über geheime Mittel verfugen, ,ihre Innenwelt fremden Augen zu vcr^hließeir und davon m Worte nur soviel /U entsclileiern, als Me e. aus irgend einem p» rsonlichen Interesse für opportun erachten Daß "c א' א,־: "*ע;׳־ :־:־. Niemand eilf. was in der Seel des Andern vo: iht. wird Pcllachim S4 b zu den sieben Dingi gezahlt, die ׳״ ד.ד א־ב;■: '•ich immer idisihen Au;:n cr.tz1e..en werdm. Wann tan Aus .1ge ab JauhwurJ.g a11׳us,he11 ist. dalur bietet, wie |t .!es KAclilssyst» 111, muh d.1'!udische, die Halacha. eine Fülle ton Il.indliat en. t\!r wi llen ein paar Tatsachen zusamiifeTistelleii.

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