Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- 5 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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184 null gerade nie fincr A11 leli 1111n*r :111 Fremdes. Widerstrebendes 1111terworfcn werden, wenn selbst Mi 11derh**ili*re>* sich eines ungekürzten higcmlasein» IreutV Diese» willkiirliclie Zusammeukoppeln von Thora und Nicht-Thora kann unmöglich von Segen sejn l'nd so hat's auch Uirseli nicht gemeint. Von der Gleichwertigkeit eines a11sser|ii1lischen ״der gar uujüdisdien דדך א־־ץ mit der von Gott geoffenbarten Lehn• hat er nie ״ereilet Darüber gal! auch er sich keiner Täuschung hin. dass der Begriff;•ך אי־—, in dessen A iigliederung zur Tlmra die Weisen ein schönes Ziel jüdischen Hildiiugsstrehe ns sehen, seihst wenu man diesen Hegriff über das in den Duellen vorliegende Muss zum InbegriH' alles dessen sieh ausdehii n lässt, was man in umderuer Sprache unter Kultur. Zivilisatiuii etc. versteht, in keinem Kalle etwas besagen will, was nnrhV~1ruch v״n der Tlmra gelehrt. nicht auch von ihr gebilligt ״der e . ' 11 würde. Andernfalls würden ja die Weisen mit jenem Misehnasat/.e der Thora nichts Geringeres als die Hereitsehaft zur Selhstentlhronnnir zngeiniitet haben._ Teberhau|1t wird bei dein ganzen Geschäft dieser sogenannten Vermählung vmi Bildung und Tlmra ein ganz heilloser Fnfug getrieben. Wir haben gesehen, was die Weisen unter ״ך איץ•“ begreilen: Hegeln des Anstandes, Taktes, der klugen ־^tVelfsitte; Hegeln, die sieh aus dem menschlichen Zusammenlelu 11 und dem olle neu Blick für seine!reibenden Kräfte von selbst ergeben; Hegeln, deren Detail nicht erst von Gott geolfenbart werden musste, die in einer von Thnrageist ertüllten Gemeinschaft den natürlichen Sauerstoff der gesamten geistigen Atmosphäre bilden. Wer es zu meisterhafter Beherrschung dieser Hegeln bringen will, wird ein Doppelte» erstreben müssen: ebenso heimisch. in der Gedankenweit der Tlmra wie kundig der Welt der Menschen und Dinge zu sein. Kr wird also auch nicht weltfremd sein dürfen. Seine Weltbünde wird aber nicht das Krgelmis einer jenseits der Thora- Sphäre stattgehabten Orientierung über Welt und!״eben sein, sonderu lediglich das. was er innerhalb dieser Sphäre der einheitliehen, in sieh selb»! geschlossenen Anschauung der Thora an Lehren über Welt und Lehen ahgelnnseht hat, wird sieh ihm zu einer urwüchsigen |1id1»chen Weltkunde verdichtet haben. Ks ist aber ein gan/ verh.lngnt-v■ •Iler rnfug, sich mit unbewaffneten Augen in der Welt umz.useliauen und nachträglich das, was einen! bei 1248