Mannheim
Compact Memory

Jüdische Monatshefte · 1915-01-01 · 5 (1915) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
2 (1915)
Issue
5 (1915)
Date
1915-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/4900572-5964855-5964896--0613-4901160
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

163!Ich (ian/cn, also int der W'erdegang im Huch•* Ruth, also int •ler Hang •Ich Volkes der Offenbarung durch die Jahrhunderte und JalirtaUHcndc. Nun bringt dieser li;1n״, hald Höhen überwindend, liald Tiden durchfurchend. häutig Berührung mit Bekennen» anderen Olanbemr denn bedeutsam steht die Mitteilung der Offenbarungstatsache in einem Thornabschnitt. der seinen Naniei! nach einem Nichtjuden, hat. Ks war und hleiht ein•• vornehme Aufgabe Israels, solche Begegnungen segensreich für beide Seiten 711 gestalt! u. Bei Jethro hat cs »ich bewäliEt Ruth zeigt •b-n Ernst dieser Aufgabe. Die I ntcrhaltung /.wischen N״emi und Ruth i»t geradezu ein Schulbeispiel für den gewaltigen sittlichen Ernst. der an der I'forte wachen soll, durch welche l'roselxten in den Hereich der Bekenner des jüdischen (ilauben* eiu/.iehen sollen. Ein Memento fiir unsere Zeiten. n:tmentli«-h fiir die Vorkriegszeit. in der man oft so namenlos leichtherzig unter der Aegide der Eiwlehe Aufnahmen in das .liidentum vollzog. Mau lese nur im Midrasche wie ängstlich Noemi darauf bedacht w.tt ffeFmr Schwieger tnchter klar zu machen, •lass äussere Ereignisse, auch die Aussicht auf Ehe und Versorgung als .Momente eines l’ebertrittos unsittlich dass L’ebertritte mit •lern Hintergedanken, sich den liehoten de* Judentums /וו entziehen, schlechthin unzulässig sind. I nter diesem Oesichtspunkte gewinnt die Lektüre de*!'׳iichcs Ruth am Feste der Offenbarung eine sehr ernste Bedeutung; «1e zeigt die in scharfen Einrissen gezeichnete (Jrenze zwischen Wahrheit und Luge und sollte darüber belehren, dass jeder Eehertritt dann ein \ erbrechen ist. wenn er ein >piel mit dem Heiligsten darstellt. Nein, •lie Ensterfdichkeit Judas und seiner Lehre, Judas und »eines Volkstums liegt nicht im zahlenliasi-hemleii Missionieren beschlos• sen; das Huch Ruth eröffnet uns den Au»ld1ch auf die wahren (Quellen der Ewigkeit. Da i»t zunächst die zarte. \ou der Thora gebotene Rücksicht auf (iestorbene. die ängstliche Sorge, da»* nicht anssterbe der Name der Daliingegaugenen unter seinen Bru- •lern und 1111 Tore seiner Heimat, zu erhalten den Namen de» t!e. scliicdciien auf seinem Erbe End ein Volk, da* al*o in >elb»t■ cntäiisserung fiir seine Alinen und in denselben lebt. 1*t ein Volk zu nennen. Eine Spur dieses Streben» Und• t »ich in der hedigeu Sitte, Kinder nach Verstorbenen zu beucnn>-11; wenn sich da in dunkler Nacht beim Aiifldeihcn jfdcrmauu bcstnueu wurde, wem

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.