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Jüdische Monatshefte · 1915-01-01 · 4 (1915) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
2 (1915)
Issue
4 (1915)
Date
1915-01-01
Page
[Seite] (sequence 30)
Language
German
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158 Der Geist vom Westen. . 1 >*••111 1•» war M»1) Westen ••in Deist eingedrtingeii. der lachte;1111"> 11>•1111 וווI 'ich freute. 1•« lächerlich z.cig<>n zu können; nml mit i 11 וויו ■וו■ Strehen nach .-יi 11111ii-11 k«• iז. das sich . freut«׳, s«1 wohlfeilen Kaufs lästiger Seliraiikcn Ins werd«*n zu können; — sn riss man <l<׳nu nieder, ilamit es tlacli und eben werilc. ־ Sm ist im achtzehnten der Neunzehn llriefe zu lesen. Der Deist min Westen ist französischer Deist, der die deutsche Kultur mit seinem liesieehenil•1 ׳ l-'iriiiss״ überzog und auch das deutsche (iliettu mit seinen ^.'(eissuerisclien Strahlen erfüllt«־. I bis ■deutsch«•!{«•form■ judeutum i«t in sinnen Allianzen uhne T'rankreicli nielit ilenkhar. I n»cre Vorfahren lialieu immer gerne deutsch gesprochen, hjs iiiiiss etwas mi Deutsclieu liefen, das wie ein geheimer Mahnet a 111 iiiisih* t•eiuiitslehen wirkt. Denn wie Hesse sich somit die _wjindersame Tatsache erklären, dass in keiner Sprache «las Demoroh'riien sieh Sn heiiniscli fühlt wie im | )eiilselien!—K*4urichtiger Talmudjmle kann sich «•in licth-llamidrnsch vnrstidlen, das von fran/ii'isclieii uder englischen «*der russischen hauten widerhallt Uiclitig lernen und disputieren lässt sieh nur in unserem geliehten Deutsch. Die deutsch«• Sprache ist erst allmälilii'li schön geworden, als das l׳'ranziis|sche den Diplel des Sehiineu längst erklniumeii hatte. Als h'ratiktidch hereits eine Litcrntur will mnilerueii Keizens und ent/iickender Kleganz hesass. holperte da' Deutsche noch wi«* eine schwerfällige 1‘nstkiitsclie in mittclalterlichsr l'uliehnlfcuhcit daher. Was sich im Deutschen an beschwingter Schönheit regle, waren Ableger des westlichen Deistes Ks dauerte lange, his sich «his Deutsche auf seine Autniininie besann. I nd einer von den l’nten, die sich an der Wiege der nendeiitschen Literatur liegegneten. war Moses Mendelssohn. Diese historische Tatsache, dass .Mendelssohn au der kiinst- Iciischcn Krschliessung des \eulaud«‘s der deutschen Literatur 111 herwirragcnder WVise sjch hetedigte. dass er nicht Idos Itiheluher• seizer sondern cm ausgezeichneter Vertreter des neue rw׳nchft1d<‘11 ästhetischen l׳'orme1isiu:1s d«־r Deutschen war, ist auch für die judi sehe ticschicht«• ton grossem, nicht zu iiuti-rschätzendem Melaug. weil gerade diese Liiihurgei 1111g des westlichen (ieistes auf deutschem

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