Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- 3 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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126 Litterarisches. l.1t*rariHrh«*r Katjj**t>*־r lM*r:1ns׳»״tr«*l»en «lurcli IVrd. A\ma1׳ius vom Dttret-band. Georg D. Callway. München 1914 ״Lall dich warnen, mein Sohn. Des vielen Büchermachens isl kein Ende und das Lesen eines jeden Schmökers ist er* müdend und zwecklos“. Es ist nicht zu verwundern, wenn intelligente Männer wie F Avenarius auf die Idee kommen nach so und so .viel Jahrhunderten, aus diesem Gedanken Koheleths für die Wissenschaft praktische Konsequenzen zu ziehen. Freilich, wenn ich der Wahrheit die Ehre geben will, muß ich darauf hinweisen, daß auch schon das Judentum das Lesen der כשרים י!צי;ים verboten — ein Verbot, das ja beinahe für die deutschen Juden zur ריככא לכ״גיי״א geworden zu sein scheint, da sich eine ein* heiUicbe JInterpretation dieses Verdikts wohHttmnr erzielen lasseir dürfte muß hinweisen auf die katholische Kirche, die ihren Gläubigen im Index ein Verzeichnis all־׳ der verbotenen weil schädlichen Bücher bietet. Neu ist an diesem Literarischen Ratgeber «incl. Kunstwart) nur das umgekehrte Verfahren. Er befaßt sich nicht mit dem Schlechten, um es abzulehnen und dieses Urteil zu begründen. Er empfiehlt das Gute, will ״auf dem weiten Gebiete des Schrifttums dem Unbewanderten Wege weisen zu Angabe von Büchern, welche er mit Gewinn lesen kann, will zeigen, wie man sich einem Felde nähern und auf ihm heimisch machen kann.“ Dieser Weg empfiehlt sich schon dadurch daß er der kürzere ist, da das שכיי־ כיריב־ עי ־א־ד das Ungenießbare an Quantität das Genießbare weit überwiegt. Zudem erspart er dem Ratgeber die unangenehme Aufgabe des Aburteilens. Die Lektüre verschiedener Abschnitte, gab mir die Ueberzeugung, daß man für die meisten behandelten Gebiete in dem neuen Buch einen trefflichen Führer finden wird, von dessen Meinung man zwar in Einzelheiten abweichen kann, dem man aber im Großen und Ganzen zu seinem Nutz und Frommen folgen darf und soll. Unter den Zusammenstellungen des Literarischen Ratgebers ist, wie schon der Herausgeber selbst bemerkt, die über das Judentum die einzige ihrer Art: ich meine freilich, sie ist unter den verschiedenen Berichten bedauerlicherweise insofern einzig, als