Mannheim
Compact Memory

Jüdische Monatshefte · 1915-01-01 · 3 (1915) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
2 (1915)
Issue
3 (1915)
Date
1915-01-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/4900572-5964855-5964893--0559-4901108
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

111 in die Gegenwart, da** nie an ilini zu gleichem Tun und gleicher (!rosse sieh erlielic, und wo es einst gefehlt in >chwäche und Unerfalirenlieit, in Leichtsinn und Gedankenlosigkeit. da hatte die ernste Sprache der Geschichte aufgedeckt die Ursachen, gezeigt die traurigen, unausbleiblichen Felgen solcher Frscheiuuugcti, und. helehrt und hereiehert durch die Krfalirungen der \ ergangenheit. wäre die Gegenwart mit fester Kntsehlosseidieit die Wege gerangen, die allein eine heilvollc Zukui ft ihr anzuhahneu imstande gewesen wären. Penn in einer solchen Geschichte wären auch die Führer wieder lebendig geworden, die von Anfang an diesem Volke gegeben, göttliche Führer, in schier uniihetsehharer, gesehlossener Keilte, und ein einheitlicher Zug hätte sie alle gekettnzeichnet : jeder Atemzug ihres Lehens, dieser Wissenschaft hat er gegolten-, jeth* Aen»»efuntrHFrer Tatkraft, deiu von dieser Wissensehaft geforderten Lehen war sie geweiht, ein Wille, der sie alle beseelte: dieser Wissenschaft und diesem Lehen die Glieder ihres Volkes zu erhalten, eine Sorge, die sie alle erfüllte: fern zu halteu aljes^ was nur... im-entferntesten die Wissenschaft frühen und den Lebensweg ihres Volkes gefährden könnte. Göttliche Männer, mit dem klaren, ofTenen Klick, mit dem grossen, tiefen Verständnis tür den Pulsschlag aller Zeiten! Und wo Propheten einst gestanden, da wären dann die Männer der grossen Synode, die Tuuniin- und Amorainigeschleeliter, die Gconim und die gefürsteten Gestalten der (!rossen alle nach ihnen hingetreten, und sie alle hätten ge sprochi'ti zu den Unerfahrenen unserer Zeit: Lasst F.ncb nicht I«■- tören von blendendem Schein, von lockendem Schimmer, nicht irreftihren durch schwankende Meinung, durch wissenschaftlichen Irrtum; der Lärm Kurer Tage, er ist auch einst an unser <Mir gedrangen mit gleicher Heftigkeit, gleicher Begehrlichkeit! F.inaiizipatimi Ihr? Auch wir haben sie gekannt. Kultur Ihr? Auch wir haben sie geschaut. Spaniens goldene Tage, hellenischer Weisheit und Schönheit Glanz hat auch uns zu blenden gesucht, wirre Köpfe. unetle11<-htete Geister hat es zu allen Zeiten gegeben, aber wir lialieu sie, haben uns selber erleuchtet mit dem wegweisenden Wort der Propheten, dem Welten ergründenden, Leben beherrschenden Wort unserer Timm! Und hä teil geweckt die Gedankenlosen und Geidcsucndcti,!lass 00 111 in Gedankenlosigkeit ’sie ein Leiten verscherzten, tür das Jahrtausende gelitten und ge•

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.