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Jüdische Monatshefte · 1915-01-01 · 2 (1915) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
2 (1915)
Issue
2 (1915)
Date
1915-01-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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40 ülier du* Frage, .di«* jetzt so vielfach die Gemüter bewegt, über .Knianzipation“; ״I! ich im <i«־is*«• de« Judentums sie tür möglich, für Ptlieht dabin zu Mr<־bt*u. für wünschenswert sie achte“ und auf einen höchst instruktiven. .Die Antiemanzipationsversuche «les!,resshurger Rahhiuuts* ühcrschri<*hcnen Artikel, «l«*r cor 70 Jahren in der ״Allgemeinen Zeitung «les Judentums“ erschien und den wir. weil er als kulturliistorisches Dokument eine kurze Auferstehung verdient, hier wörtlich zum Abdruck bringen : ,Wohl seit langer Zeit ward die allgemeine Stimmung nicht so aufgeregt, wie durch die Nachricht, dass das Rahhinat in J^ressbürg dii* F,manzi|1ati011 der ungarischen Israeliten geradezu zu verhindern strebt. Man ist aller Orten empört. Also die Ketten, «iie au unseren Armen klirren, die gelben Läppchen, die an unse• rem Brustlatz kleben, sollen im Namen der Religion verewigt werden? Während alle europäischen Glaubensgenossen mit aller 'Ansfrengifhg «Ile bürgerliche Gleichstellung ־־ erstreben,־ wägen es־ ־ einige Dunkelmänner in Presshurg, ihnen allen, der Stimme der Zivilisation, «ler Gesittung, der Stimme der gedrückfen^Ienschhoit, der Stimme der Religion entgegen, die Knechtschatt als einen wünschenswerten, als einen beizubehaltenden Zustaud zu erstreben, zu bezeichnen׳׳ Welch ein Hohn und welche Frechheit! So hätten wir alle vor, das Judentum zu vernichten, nur Ihr nicht, vorknöcherte Seelen, vermoderte Geister? So wäre das Judentum eine Religion, die nur bestehen kann unter der Zuchtrute «les Drängers, unter den Fesseln «ler Drücker, hinter Gefängnisriegeln, in der Kerk« rna«,ht? Welch eine Schmach! Hiefiir gieht es kein Wort re<*hter und vidlstiindiger Bezeichnung.' Daran ist aber auch ein jeiles Wort vergeude♦״ Ihr seid wahrlich nicht des Blutes eurer Väter uml «les Scliweisses eurer Briiiler wert — Ihr seid alu*r auch gerichtet — Ihr seid <lt*r Verachtung heimgefallen! - — Aber nicht allein bei uns. auch bei euren ungarischen Brüdern, die erst vor kurzem durch ihre Deputation eine Petition hei «len hohen Reichsständen eingegeben.“ Was sagt Herr Wlad. W. Kaplun-Kogan dazu? } X.

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