Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 11 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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410 unsere offiziellen Historiker keinen Hauch verspürt zu haben scheinen. Diese besteht darin, dass, so schwer und furchtbar auch die Verhangniase waren, von denen das jüdische Volk betroffen worden,— es niemals unvorbereitet, ohne reckte Weisung vor ihr drohendes Antlitz gestellt wurde. Keine Kation der Welt hat das erfahren, was lins widerfahren ist Ihr ist 1|pr heimatlich«» Roden nnter den- Füssen geraubt worden, und sie selbst wurde wie eine verlorene Heerde in die feindliche Welt hinausgeatossen. Sollte dies schon jemals vorgekommen sein, so wäre damit das fieschick der so betroffenen Kation endpiltip besiepelt pewesen. — Hie wäre zerstoben, wie Hpren, über welche der Sturm herlegt. Was aber hat diese in alle Welt verprenpten Kriimlein der jüdischen Kation erhalten? Was hat ihr die Wepe peebnet und pewiesen durch das wopende Völkermeer, und dies schon pegen die zwei Jahrtausende? Ja. wir können die Zielsicherheit des Weges nicht genug bewundem. wenn wir ihn von der hohen Warte der Geschichte aus betrachten! Wer hat ihn vorgezeichnet? Mnssige Fragen. Die Ereignisse unter den Makkabäern bildeten die hohe Schule, in welcher das jüdische Volk für seine Wanderung durch die Zeiten des ־־יה: vorbereitet worden ist. Dies geschah, so lange es noch Zeit_war. »ährend noch die heimatliche־ Schnür unterden Füssen hatte. Wer durch diese Schule hindurcligeschritten.^der war gegenüber den Versuchungen des Goluth gefeit, mochten sie in welcher Gestalt immer sich zeigen! Ja, jenes vielfach angefochtene Wort, welches Rahlienu Jochanan h. Sakkai in verhängnisvoller Stunde gesprochen hat: ח; לי יב:ה יחכדיה es bildet im Grunde die einzige mögliche Konsequenz aus den Ereignissen der Makkabäerzeit! Von dort aus fuhrt naeh diesem einschneidendsten Wendepunkt der jüdischen Geschichte — eine einzige gerade Linie. t ►