Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 11 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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376 Einzelne 1111*1 auf *len Kinzelnen gehende Vorsehung, welche Naturgesetze *lurchlirirht und der sogenannten Logik der Tatsachen spottet. Zwei Ziele!! *licut das Wunder, wie *•h uns in der Bihel geschildert wird , es ist entweder ־etiierzieherisches Mittel, welches der Allmächtige l'mpheten in *lie Hand •rieht, um verstockte Zeit-_ yfpiissen *lnfTiiriitti'ln,׳ (wir-bei EliifpnTier ist Ausfluss besonderer Allste, um e*lle und gute Völker, brave u11*l fromme Menschenzu beglückcm Ult ist seine Wirkung nur temporär; Epigonen ver- Jessen es gerne Es wird stets von der wirklichen Demut der Menschen abhanden, welche Stellung sic zu *len Wundern nehmen, die sie nicht au sich selbst erfahren haben. Sonderbar, wir beten ja am ('hanucka על הנסיב. von einer Fülle von Wundern; *lie Tatsache, die sich allenfalls auf mensc.hliebes Können zuriiektühren lassen, wie z. 11. *lass im Kampfe der Maccahüer gegen die Syrer der Sie״ nicht auf der Seite der stärkeren Bataillone war, lässt inan allenfalls im Kähmen eines Chanuckabwunders bestehen und wendet sieb dabei mit einem stillet! Lächeln von *lern Wuuder, welches im kleinsten Kabiuen sich abspielte, hart an der (irenze der Alltäglichkeit. Es ist, sicherlich unbewusst, immer wieder das alte Lied, die stetig zunehmende Entfernung und Entfremdung vorn Schöpfer. *1er stetig airli wiederholende Versuch־,- TreTaller Anerkennung des erstmaligen Schöpfungswunders eine möglichst weit*■ Entfernung: zwischen *lern Schöpfer und seinen Geschöpfen zu legen. Wie auf vielen Gebieten, so sagt man auch hier; das mag einmal 1;. wesen sein, aber jetzt gibt es so etwas nicht mehr. Da ist die Chanuckazcit ausserordentlich lehrreich; es war eine Zeit ohne l'mpheten, eine Zeit, in der *lie Menschen י״ ohne unmittelbare göttliche Anweisung ihre Geschichte meistern zu können ghufbtcn. eine Zeit, die zwischen sich und der Vergangen,- heit, selbst der noch gar nicht so lange entschwundenen, eine tiefe Kluft hatte entstehen lassen. Es war so eine Artנליה שכינה״, Verstiindnislosigkeit gegenüber der in stetigeu Wundern unaufhörlich sich vollziehenden OfTeubaruug. Als aber da ein augeuscheinlichre, sinnfälliges Wuuder sich vollzog, da nahmen ilie Weisen!euer Zeit gerade dieses als Mittelpunkt des Siegesfcatcs. l’nserer .lugend mochten wir es sagen, *lie in atemloser Spannung Bjürnaons ״Leber unsere Kraft'1 liest, unseren .Alten möchten wir