Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 10 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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349 menfährt, weil er den Tag gekommen glaubt, יצר: ל סעירין כי תד־־א ילקיס) צרה לעליונים ולתחתונים יום ׳»אם־לו מלאכי הי»*ת יראים :זרנו zu P8. 20) — wo sich unter ängstlichem Erschauern auch der jen• seitigeil Wesen auf der Erde ein Tribunal des göttlichen Welt• geistes auftut — ist nur dem Gläubigen bekannt, der schon in Friedenszeiten bei jedem Schritt auf eine Gottesotfeubarung stiess. Für ihn haben nicht Idos die Geschehnisse des Schlachtfelds ihre Schrecken; auch davor taumelt er entsetzt zurück, was die Menschen auf das Schlachtfeld führt und ihr Geschick an seine Entscheidung fesselt. Neben dem vergossenen Blut, den ver* betrauert er nicht minder tief die. unendliche Grausamkeit, mit welcher ein Krieg ethische Werte vertilgt und das Wahrwerden höchster Glaubensideale auf eine unbestimmte Zukunft vertagt. Zu dieser Trauer über die Gefahr eines ethischen Kiickfalls der Menschen gesellt sich für uns Juden neben der bewussten PHege, die im Judentum selbst auf Kosten des Gesamtheils das Einzelglück findet (vgl. u. a. Heut. 20, öl.», das religiöse Angst.• gefüllt, das unsere Eniptind'amkeit für die Schrecken des Krieges bis zum höchsten Austuass intensiviert. Sehr instruktiv ist hier das Kriegskajutel in 5. H. M. 20, 1 tt , mit den Bemerkungen 1111■ gern־ -alten Kommentare. Es fst—erstaunlich, wre־ Turr־VT1tfc7־<tjR bei jedem Schritt, den es scitwürts'un den Wegen des Beligionsgesetzes wagt, gewärtig sein muss, von Gottes Stiafgerechtigkeit betroffen zu werden, zu einer solch glorreichen Kriegsgeschichte kommt, wie sin in «len jüdischen Annalen überliefert ist Hem 4תזנזע *’^•־אר, mit welchem der lleeresaufrut vor der Schlacht begann (das V. :<) muss eine derart zündende und zugleich berauschende Kraft iiitiegewohnt haben — אם,,”* אין ::: ל:ית א־יא ”'א־. •טמע כלכי־ ־א־ אתם תז־יתרע את:ם: — dass die jüdischen Kolonnen, wenn die Schlacht begann, übei sich selbst und jedes schwächliche Angstgefühl hinanswachseiid, Ingeistcit und todesmutig in die!׳euerlinie treten. So musste es sein und so muss es i.ocli 10100 •ein. Noch sind Kriege unentbehrlich. 1*0• Menschheit bedarf ihm noch, um sich selbst über die geheimsten!*eguige» ihre• Wolb ns und Fühlens klar zu werden, l ud so hat auch die-cr Krug, den wir erleben, des Belehrenden gar viel ans Licht gefmdeit Kr ha)