Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 10 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/4900572-5964853-5964885--0368-4900925- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
844 Vaterland. Nicht ein Phantom ist es, das Dichter erträumt, in ernster Wirklichkeit braust jetzt durch die Welt das Bekenntnis zum Inhalte dieses Wortes. Die Kämpfe auf dem Schlachtfeld ein oeisser Sang von Tod und Wunde, die Sorgen in der Heimat, ein feines Gespinnst von Sehnen und Hoffen, der kühne Mut der Kämpfer, des innige Gebet der Zurückgebliebenen, das alles rankt sich um das eine Wort. Nicht die Abstammung, nicht die Herkunft hat es geprägt-die hat das Wort Mutterland geschaffen-, im Hingen um Erkennen und Bewahren der Pflicht ist das Wort Vaterland geboren. Nicht auf dem Gesetz von Leistung und Gegenleistung ist es aufgebaut; der Adel der Menschheit ist es. j)as Lehen—wird doppelt wertvoll, wenu es in den Dieristder vaterländischen Gemeinschaft gestellt wird. Nach Gottes Geheiss hat der Prophet die Treue gegen das Vaterland unabhängig ge- 8t alt et vom Geschick des Einzelnen. Und deshalb glauben wir an den Sieg Deutschlands. Vielleicht — wir wollen Uber andre nicht richten und nicht rechten — vielleicht nirgendwo in der Welt ist die Vaterlandstreue so herrlich zur Vaterlandsliebe gewachsen, wie io Deutschland, vielleicht nirgendwo die engen Beziehungen dieser Gedankenreihe zum allmächtigen Schöpfer so klar erfasst, wie in unserer Heimat. Und so n.ügcn wir denn den auf ernster Wahlstatt ringenden Brüdern getrost den Gruss .loabs senden דוק •;*.ד,:קד, בעד עדנו ובעד ע־• א^ק־נו. Stark und fest! Denn unseren! Volke gilts und un• seren! Gott. » P. K.