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Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 9 (1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
9 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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•zu machen. Diese Felsen wareu demnach ursprünglich Holzmassen, -die im Laufe der Zeiten durch Vermengung mit Steiumassen unter der Einwirkung von gewaltigem I>rucke zur Versteinerung gelangten. Ueber die ursprüngliche Herkunft solcher und ähnlicher Holzmassen konnte ein Zweifel für mich nicht lange bestehen. Ihr Ursprung ist in den durch die Sintflut herbeigeftthrten Umwälzungeu zu suchen. Was da für unermessliche Holz-, Saud- und Kiesmassen in Bewegung gesetzt wordeu sind, davon können wir uns kaum eine Vorstellung machen. Dies schon-um-deswitten nicht, weil uns jeder Masstab für das fehlt, was die jungfräuliche Erde in ihrer Urkraft, in Unberührtheit sich überlassen auch nur in einem Jahrhunderte an Urwaldungeu und sonstigen Pflanzungen hervorzubringen im Stand sei. Wenn in dem Artikel des Herrn Dr. t'arlebach, von dem hier ausgegaugen wordeu ist, auf Seite 179 der Tatsache gedacht wurde, dass in Norwegen fossile Palmen gefunden wurden, so glaube ich kaum, dass der Gruud dieser Tatsache darin zu suchen wäre, dass dieses Land in der Urzeit unter der tropischen, bezw. subtropische!! Zone zu liegen kam. Meine Darlegungen erklären dies einfacher. Durch die Sintflut sind eiten Palmen und dergl. aus der tropischen Zone dorthin geschwemmt wordeu und gelangten unter entspreeilenden Bedingungen zur Versteinerung. Ja, Gebiete wie die Hermannshöhle selbst finden hierdurch ihre ebenso einfache als einleuchtende Erklärung, ln der masslosen Art, mit welcher die Sintflut die uugeheuren Holzmasseu durcheinander wirbelt«•, konute es nicht ausbleiben, dass hier und da sich llohlräuiue bildeten; Andere herunischwimnieude Massen, durch den sich entgegenstürmenden Widerstand gezwungen, mussten eine gleichartige Lagerung annehmen. Mit einem Worte: die Gebirgsbildungen dgr Erd- Oberfläche führe ich im Wesentlichen auf die durch die Sintflut hervorgerufeue Umgestaltung der Dinge zurück. Was nun jrueu grössten aller Stalagmiten der Hcrmanushöhlc, der sich zu der stattlichen Höhe von 8 m herausgewachsen hat, anlaugt, so ist meiues Erachtens jeder Schluss auf sein Alter in so lange unzulässig, als nicht ciu tjuerschuitt, der durch dessen Mitte geführt wird, seine innere Struktur erkennen lässt. ludern ich dem Zwirn iliases Gedankens weiter muhging, ergaben sich mir einfache und einleuchtende Erklärungen für zahlreiche-andere geo-

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