Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 8 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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— soo 4 , Thora ziehen — noch kürzer gesagt: ein Weltverband aller orthodoxen Juden. 1־ 2) Sowohl die Leiter als auch die Mitglieder einer Ortsgruppe halten, bevor sie in die Leitung gewählt, bezw. als Mitglieder zugeiaasen werden, die wichtige Vertrauensand Qewiiseusfrage _zu beantworten: Wie hast Du 's mit der Religion? Die Frage soll immer gleich lauten. Nur die Antwort darf verschieden sein. Wie bei jedem Examen du Ergebnis glänzend oder weniger glänzend ist. uud demgemäss die Prttbngsoote sich abstuft, so ähnlich siebt aarh unser $ 2 die Möglichkeit einer verschiedenen Beantwortung der genannten Frage vor, ohne dass durch ein mehr oder weniger glanzvolles Bestellen der Prüfung ihr eigentlieber Kffokt, d. h. die Zulassung zur Agndas Jisroel, irgendwie beeinträchtigt würde. Unser tj 2 teilt die Orthodoxie in zwei ümppen ein: in sine Orthodoxie mit Note I und ein« solche mit Note II. Nur die Orthodoxie mit Note I hat passives Wahlrecht. 1 >1e Orthodoxie mit Note II muss sich mit dem Recht der Mit• gliedschafl bescheiden. :<) Gewiss: durch die erwähnte Notenverteilung werden im -Grunde blos altbekannte Tatsachen -. konstatiert_Seitdem das Judentum existiert, hat es immer Juden gegeben, deren Gesinnung und Tat eine verschiede!,e Benotung verlangten. Das brauchten wir nicht eist durch $ 2 zn erfahren. l)as Neu«*, was er uns bringt, liestfht in der wundervollen Leichtigkeit, mit der er es zuwege bringt, für die verschiedene Bewertung der Thoratreue eine konzise Form, ein schlagendes Wort zn finden. Seit Jahr und Tag zerhrech*!n wir uns den Kopf darüber, was einmal ,ד.קניד mit den c~U• anlangen wird, die weder so gut sind, um für ’s py ן;, noch so schlecht sind, um für ’s :דע•: zu pa8M»n. Nun wissen wir ’s Es gieht zwei Paradiese: Ein ן ע־ן: für .Gesetz es treue* und ein py j; für ״G I a 11 be n s treue*. Oh die Verfasser des Normal-Statuts für die deutschen Ortsgruppen der Agndas Jisroel d**n!5 2 dieses Statuts auf sein Fundament und seine Tragweite im Lichte des Religionsgesetzes geprüft haben, wissciuwir nicht. Jedenfalls kann diese Prüfung unmöglich mit!euer Gründlichkeit vorgenannten word«*n sein, die inan bei den Leitern eines *Vereines voratissetzen muss.!1er ,die Losung d« r jeweiligen jüdischen Gesamtheitsaufgalien im Geiste