Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 7 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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243 auch der emanzipiertest« Kabbalist nicht, wird leugnen, dass es manche Mischna gibt, die nicht als Halacha redigiert wurde. Ad 2. Wie könnte II. Hai sagen, alle Weisen etc.; das wäre ja eine Behauptung, für die ein Beweis gar nie zu erbrin• gen wäre. Kein ernster Mensch würde רחדשיש :ילש sagen. Wir fassen die Wahl der Vergangenheit dahin auf, dass H. Hai Gaon sie gewählt hat, weil die Anschauungen dieser ת:דיש ihm als ab• geschlossenes literarisches Produkt vorlag. Ad 3. Wir lassen es zunächst dahingestellt ob nicht die vorhergehend mitgeteilten Proceduren (Fasten, körperliche Stellung, trnS) auf das rein kabbalistische Milieu hinweisen. Die זריית ותשנתית wareu eben entweder Bibelverse, oder Gebete (vgl. das bekannte אנא ב:ה) in deren Worten und Buchstaben man die שדית erblickte. Interessaut ist, dass R. Ohanaunel, von dem Harkavy selbst sagt, dass er sein ganzes Wissen von lt. Hai Gaon empfing, zu Chagiga 14 b partienweise wörtlich das Kespnnsum citiert und statt שי־ות ותשבחות wirklich צ־ישי שדות hat. Wenn aber K. Hai Gaon, wie Harkavy meint, wirklich die דיבת ה: דיש hätte stigmalisieren wollen, die ציישי •»דית hätte verwerfen wollen, welchen Grund hätte er denn gehabt, dieselben so zu umschreiben und quasi sie in Schutz zu nehmen ץ Denn dass צ־ישי שדות schon in derZeit von K. Hai Gaon bekannt waren, wird leicht zu erweisen sein in einer Besprechung der Zeiten des K. Ainram Gaon und R. Scherira Gaon. Uebrigens gesteht dies ja Harkavy selbst zu (S. XVII): der Gaon hatte sehr genaue Kenntnis von dem Vorhandensein von Werken Uber ציושי שדית etc. Ad 4 und 5. Man müsste das ganze Kapitel der Auffassung von .ד-אה צבואד aufrollen, um zu erklären was lt. Hai Gaon gemeint hat. Es gab nie einen Kabbalisten, welcher behauptete, man könnte Uebersinnliches mit sinnlicher Sehkraft erfassen, l^i« Behauptung an der betreffenden Stelle heisst: Sie hatten tune so deutliche, überzeugende Wahrnehmung, wie sie sonst das sinnliehe Auge erfasst. So erklären alle Kabbalisten auch Jesaia VI. 1 und viele andere ähnliche Stellen Man vergleiche die Baschi zu .)ewamoth 49b אששקל־יא שא•;־ דאייה *:סבי־יש ליאות,ולא דאי. Ad ü. Die Frage musste so gestellt werden : War im Zusammenhang des Itesponsiums die Notwendigkeit gegetien, dies« Werke zu et wähnen Y Die Sache liegt doch so: stand R. Hai