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Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 6 (1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
6 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 32)
Language
German
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238 dürfen, wenn man Uber den Gegensatz zwischen Hichtliniengemeinde und Keligionsgeselischaft hinwegsieht — ja, dann steht doch nichts im Wege, um es auch tutsächlich zu sein. Nun kann aber doch darüber kein Zweifel sein, daß man es nicht sein darf, solange Judentum und jüdische Heligion identische Begriffe sind. Daraus ergibt sich aber zugleich folgendes: tioll in unserer zerrissenen Zeit das Dogma der Judentumseinheit überhaupt ernst genommen werden können, dann muU vor allen Dingen der bündige Nachweis erbracht werden, daU auch die jüdische lteligion in der Lage ist, antireligiösen Prinzipien gegenüber dieselbe weitherzige Toleranz zuJ üben wie der Zionismus. Solange jedoch dieser Nachweis nicht , erbracht ist — und er wird niemals erbracht werden können, - solange. neben ־dem auch der אדת seine Geltung hat — solange wird jenes Wort seine Bedeutung nicht verlieren, mit welchem einst S. K. Hirsch seinen דין pco über den Austritt seiner Ge* meinde hinausgab: ,Für den aufrichtigen, seiner Pflicht be* w u Uten gesetzestreuen Juden gibt es nur Einen von Issur freien Weg: den Austritt aus der Ge* meinde nach dem Gesetze vom 28. Juli 1876. Wer seine gesetzestreuen Brüder zu etwas anderem beredet, der ist Schogeh Umaschgeh, der geht irre und führt irre*. Schluss des redaktionellen Teiles am 7. Mai 1914. I

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