Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 6 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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284 verschwunden waren — galt es Vorsorge zu treffen, (laß die religiöse Integrität von Srr SS: nicht angetastet werde durch das freie Spiel der Kräfte, in welchem fürderhin die Willkür, die Untreue, der Verrat der Einzelnen sich ausleben konnte. Der mächtige Schutzwall aber, der seit dem Untergang des jüdischen Staates die Einheit und — was dasselbe ist — die Reinheit des Judentums sicher stellte, das war der‘bann. Hüten wir uns, die Idee des jüdischen Hannes wie etwas Abgelebtes in das Kuritütcnkahinet der jüdischen Geschichte zu verweisen! Denken wir an die unzähligen inneren Gefahren, die das Judentum in all den Jahrhunderten seit Aufhören des jüdischen Staates bedrohten: Gefahren, denen nur durch Anwendung der :“^-Institution begegnet werden konnte; denken wir an den großen Einfluß, den der Hann noch heute auf das religiöse Leben ausübt: an den :*זז von רבעו נ־שו: an den :•ה von רבעו תם usw. — und überlegen wir uns, ob man berechtigt ist, eine solche Einrichtung als eine vom Geiste der Neuzeit überholte, längst überwundene Sache zu bezeichnen! Wo wären wir heute, was hätten wir noch von unserer alten .תורד in llamlen, wenn die Weisen des Judentums, die Führer Israels, dem Dogma einer falsch verstandenen Judentumseinheit die Idee der Judentumsreinheit geopfert hätten! End heute? Welches Mittel haben wir in der Hand, um die Heinhcit des Judentums zu schützen? Kein anderes als den Austritt. Muß sich das Judentum heute mit einem Male alles gefallen lassen? Die Gemeinden der Karäer, die nur die Göttlichkeit der mündlichen Lehre leugneten, wurden in Acht und Hann getan.■—Und-wir sollten heute die Gemeinden der Riehtlinienmänucr, die auch die Göttlichkeit der schriftlichen Lehre leugnen, als jüdische Gemeinden anerkennen? Nein! Es wäre ein frivoles Spiel mit der jüdischen Wahrheit. Richtliniengemeinden den Charakter einer jüdischen .רףלד zu belassen. Da ist nur energischer,!lammender Protest am Platz. Jedoch kein Protest mit Worten! Mit Erklärungen, Resolutionen u. dgl. ist blutwenig getan. Auch unsere Vorfahren haben sich den Karäern gegenüber nicht mit Resolutionen begnügt. Sie hüben sich zu einer Tat aufgerafft, für die ihnen die spätesten Zeiten dankbar sind: sio haben sich getrennt Was aber den Gemeinden der Karäer gegenüber geboten war, das ist heute den R ich t linicngemeinden