Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 5 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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r' Nürnberg, 3. April. Jetzt noch ein kurzes Wort über den soeben erschienenen -SifhlmiMurt.iltal des llwmi l)r Klein, Jc^bringt. nicht viel Neues. Die erste Hälfte ist nichts anderes als eine Darstellung der gegenwärtigen Situation. Wir erfahren, warum der orthodoxe Verein danach strebt, die Vorteile der gegenwärtigen Lage mit den ־Vorteilen—der zu erstrebenden Auslcitismöglichkeit zu vereinen. Das war sehr übertlüssig zu sagen. Denn nicht das Warum, das Wie steht in Krage. Sehr wichtig wür's daher gewesen, wenn man es auch nur mit!;in cm Worte versucht hätte, nachzuweisen, alle liemeinden Bayerns als jüdische anerkennt und diese Aner• kennung auf der anderen ]Seite durch das Streben uarli der Aus* trittsmöglichkeit zu ,korrigieren“ sucht, behauptet werden kann, sie negiere die Neologie. Diesen Beweis, den wichtigsten, ist uns Herr Dr. Klein schuldig geblieben, llmso ausführlicher be■ müht sich dieser Schlussat Hkel zu zeigen, -was—ich altes ״entstellt", ,unterstellt״ und ,unterschoben“ habe. So habe die ,theologische Seite" niemals das behauptet, was ich ihr .unterstellt" habe. Mit dem uschkenasisch-sephardischon Vergleich wollte die .theologische Seite" nur dem Kinwand der Opposition gegenüber zeigen, .dass der ,Staat formal-juristisch sich keines Widerspruchs gegen sein Prinzip schuldig macht, wenn er den Austritt zulässt. . . . Der Staat kann die juristische Fiktion von der Allcingeltung der Orthodoxie aufrecht halten und doch den ׳ Austritt gestatten .... Das und weiter nichts hat die .theologische Seite* behauptet und bewiesen. ' Sie hat aber niemals ,den gern le von dem orthodoxen Verein und seiner ״tlieologischen Seite'1 vertretenen prinzipiellen konfessionellen Zwiespalt zwischen Orthodoxie und Neologie abgeschwächt.“ Ks ist ganz erstaunlich, dass Herr Dr. Klein nicht merkt, wie er mit diesem Hecht fertigungsversuche den Standpunkt der .theologischen Seite* vielleicht noch viel schärfer verurteilt, als dies meine .Umstellungen, Unterst-Hungen und Unterschiebungen“ vermocht haben. Auf den ersten Blick scheint es freilich, als ob Herr Dr. Klein .formal-juristisch• vollkommen im Hecht wäre. Denn es muss ohne weiteres zugestanden werden, dass der bnyerische Staat keineswegs vorptliehtet ist, sich die theologischen