Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 5 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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Bayerische Revisionsschmerzen. Nürnberg, 27. März. Soeben habe ich im ״Israelit* den Artikel ״Die bayerische Revision’-und das Austrittsprinzip von Rabbiner Dr. Klein in Nürnberg* gelesen. Der Verfasser kommt auch auf den ״Rrief aus Nürnberg* zu sprechen., der in der vorigen Nummer dieser Zeitschrift erschien. Ich bin daher genötigt, noch einmal auf die Angelegenheit jenes Briefes zurückzukoinmen. Diesen Zwang empfinde ich aber keineswegs als eine ״l'ein*. Denn während Herr Dr. Klein in seinem Artikel konstatiert, dal• ihm die Beschüftigung mit meinem Briefe ״peinlich* ist, muss ich sagen, dass mir die. Beschäftigung mit seinem Artikel aus dem Grunde angenehm war, weil er mir die Un 11 ul t hur ke i t seiner Austrittstheorie in einer noch viel eklatanteren Weise.be- »tätigte, als meine Diskussionserlelmisse in der Generalversammlung des orthodoxen Vereins dies vermochten. Was schreifit Herr Dr Klein? Kr wirft mir vor, dass ich nnt meinen Anschauungen die ״namenlose Verwirrung* fördere, ״die die Revisiolisgegner uiirichten“. Womit begründet er diesen Vorw 11 rli” Mit folgendem Satz: ״Nichts anderes wird behauptet, als dass die Nürnberger Religionsgesellschaft bereit sei, den^ Richtlinienliberalismus als aut dem Boden des Judentums berechtigt aiiziierkeiinen, als dass die ״theologische Seite“ die Gleichung t )rthodox-Liberal-Sephnrdim- Aschkenusim anzuerkeiineii bereit wäre, als ob die bayerische Orthodoxie liichtlinieiigemeinden Koscher-Bnefe ausstellen wollte.* Wir wollen diese drei Behauptungen, die mir Herr Dr. Klein in den Mund legt, der Reihe nach etwas genauer unter die Lupe nehmen. Vor allein:■ Wo habe ich behauptet, dass die Nürnberger Religioiisgesellschaft bereit sei, den Richtlinienliberalismus als auf dem Itodin des Judentums hcrechtiiM anzuerkeiineii? Dass die Nurnbert:er Religioi sgesellschftft die Richtlinien t!1 e o r i e n verwirft, habe iM! nie bezweifelt. Allein darum handelt es sich