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Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 5 (1914) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
5 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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__— 170 - lint ja mit der Steuer gar nichts zu tun. Man kann auch ohne Steuer .Mitglied einer Oemeinde sein. Bei uns in Aschaffenburg z. B. gibt es keine katholische Kirchensteuer. Die katholische ... Kirche ist hei uns so reich, dab sie keine Steuern braucht. Deshalb sind aber unsere Katholiken gleichwohl Mitglieder der Kirchengemeinde, zu deren (irmidsätzcn sie sich bekennen, auch wenn sie keine Steuern zahlen. Wir werden nun verstehen, warum es zwecklos war, wenn zu Beginn des Jahres 1877 die Frankfurter Beformgemeinde unter_. dein F.ilidruek iles Austr־IUsgesctz־es־äus Angst vor einem Massenaustritt mit einem Male bereit war, ihre orthodoxen Mitglieder von den direkten Beitragen zu *len Heformeinrichtungcn zu befreien. Dieses Anerbieten, •las in •len bekannten Zusatzbestimmungen zum (iemeinderegulativ enthalten ist. war deshalb zwecklos, weil eben nach dem Aiistrittsgesetz die Be lenken des Steuerzwanges hinter den Bedenken der Mitgliedschaft zurückgetreten waren. Nun galt es nicht mehr Mos, keine Steuer zu zahlen, nun galt es, uuszutreten. Zu spat, viel zu spat hatte sich die Beformgemeinde zu einer Friedensliebe aufgerafft, die — w ie unser grober Babbiner זיל einmal mit beitiender Ironie sagte — nichts anderes war, als die Nachgiebigkeit eines altersschwachen Löwen, der keine Zähne mehr hat Mit dieser Charakteristik jener spät erwachten Friedensliebe stand alier Hirsch nicht allein. ,Auch der Würzburger;־, Babbiner Bnmberger ל :. hat in seinem ersten Frankfurter (Jutuchten vom 1. Februar 1877 ausdrücklich anerkannt, ditli durch eine Befreiung vom Steuerzwang an der IMlirht des Austritts nicht!las mindeste geändert werde Trotz dieser l'bereinstitninung zwischen Hirsch und Bamberger hatte׳ schon damals ein Teil der Frankfurter Orthodoxie langst begonnen, gegen den Austritt zu opponieren. Obwohl als«! Hirsch und Bamberger darin ubereinstimmten, dali durch eine Befreiung vom Sleuerzwang an der Pflicht des Austritts nicht das mindeste geändert werde, war nichtsdestoweniger schon —ן damals ein Teil der Frankfurter Orthodoxie entschlossen, nicht auszutreten Diese historische Tatsache kann flieht^cliarf genug betont werden Die tiegner dos Austiitts pliegen sieh immer auf Babbiner Bamberger ז־ל zu berufen. Demgegenüber *miib aber mit allem Nachdruck konstatiert werden: Die Opposition der Oe-

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