Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 3 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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121 mutt dies auch die Meinung von l)r. Kohn gewesen sein, dürfen seine Worte gar nicht anders aufgefattt werden. Ua er sonst sagen würde, datt der Begriff der Gemeinde gemeindlich umgrenzt ־sei. l»ies wäre aber nun wirklich eine Tantalogie — nach Ihnen die zweite in vier oder fünf!Sätzen, und ich glüuhc wir halten «11s schon darüber geeinigt, datt es kein Zeichen gar zu grotter (ochme, wenn man den Gegner für über die Matten dumm halt. Falsch jedoch wird Ihre Kritik in dem Augenblick, wo Sie behaunten, datt im Heligionsgesctz der Begriff Gemeinde nicht eine Kommune mehrere Keh.ilolh umfassen kann. Kntschuldigeii Kw. Khrwürden eine indiskrete Frage: Halten Sie .schon einmal den Begriff unserer Heligionsgcmeindc auf Grund des religionsgeset/dich Gegebenen zu dclinieren gesucht!׳ Kalls ja, so erleuchten Sie doch, bitte, Ihre homiletischen Bruder im dunklen Sude״ durch Ihre Mitteilung. Wir hier unten orientieren uns übers Gemeinderecht vor allem aus Kapitel Hid des rctrt jtr״. allwo es heittt: ■ •MW *■•»* ««■»■MW ■ kt •>■•■ M«M«MW •K'I>U« w« ■ U •« ■111■ «• ■ |t■«• *’ * - ן ז? - ן t W / . . CffC. 0 *• I c -• Wollen Sie nun vielleicht entscheiden, datt die .luden zweier Kommunen diesen steuergesetzlichen Zwang auch auf einander ausüben können? Selbstverständlich können sie sich auf Grund freier Verein! arung vertrngsgesetzlich binden. Alter ohne ihr freiwilliges Zutun ist da nichts religionsgesetzlieh Gegebenes. Ibisselbe gilt von den Distriktsrabhiuaten. Auch diese sind so wenig eine religionsgesetzllrhe gegebene höhere Organisationsfonn wie die Agudas Jisroel. Beule sind freie Gebilde, die nicht vom Gesetz gefordert, sondern nur dem Gesetz sich einzuonlnen haben. Ihrer Frage: .Was bezweckst, I>u mit solchen unverständlichen Behauptungen?“ hätten Sie also richtiger und bescheidener!las Wörtchen .mir* hinzugefilgt, so hätten Sie mir diese Muhe erspart. l’f! F.s dauert verflixt lauge, bis man mit Ihnen zur Hauptsache kommt. Und wenn ich mich nun frage, warum schulmeistern und witzeln Sie so viel, bis Sie un$ mal so weit gedeihen lassen, so finde ich nur eine Antwort, mit der auch Börne eine ähnliche Schwierigkeit bei seinem ״Kttkttnstler“ ד־.־ץ ist; ,,F.r ahmte hierin glücklich den Taschenspielern nach, die, wenn sie einen grollen Streich Vorhaben, die Ohren der Zuhörer zu beschäftigen suchen" So haben auch Sie vorher die Worte von Dr. Kohn zu verdächtigen