Mannheim
Compact Memory

Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 3 (1914) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
3 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/4900572-5964853-5964876--0124-4900688
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

107 des jüdischen Volkes litt stets an Narhahmiuurssucht, die liier nach dein Fremden und rnbekannten hatte von den Seelen eines Teiles des Volkes immer Hesitz ergriffen, ein!׳rotier Teil unterschätzte stets den Kulturwert jüdischen cieistes und überschätzte den inneren (ichalt fremder Kultur, während der andere Teil den jüdischen ('!eist, die Seele seiner Seele um keinen Preis opfern wollte. Vor der Zerstörung des ersten Tempels kämpfen die!testen des Volkes <11*•׳!‘•׳ den um sich •;reifenden 1 lötzendienst, sie unterliefen und das Volk muH in die Fremde ziehen. Ncbukadnezar, Köllig von Habvlon, erobert das Heicli, zerstört Jerusalem und den Tempel und die Klite des Volkes wird nach 1’haldaa geführt.׳ l'nd was diu Propheten und die anderen p>ttbegeisterten Männer nicht vermochten, •las Volk von seinem Wahne zu heilen, die zwei .Menschenalter im babylonischen Kxil haben es vollbracht, das Volk kehrt zurück und ist - für ewijre Zeiten von seinem Hui!!.׳ zum (löt zendien st!׳•■heilt. Vielleicht hat das Volk in ItubvTon die verschiedenen schculllichen liötzenkulte von der Nähe gesehen, das eine steht fest, es hat in der Fremde sein*• oiironen 1׳cist1i׳en Hüter schätzen!:eiernt. I>as Volk lebt nihiir dabin; über zwei ־" Jahrhunderte!׳••istijfer Sammlung sind ihm •׳cifonut, bis es in neue, furchtbare Kämpfe verwickelt werden vdlte. her Anlali kam von nullen, aber der Kumpf tobte im Innern, lüescr .mlicr•• Anlali war der Krie!׳szu!r Alexanders des 1 ■rohen, der griechische Bildiin!: und Kultur nach Asien brachte, hie erste Be1׳e1׳nUn>׳ war eine freundliche, wie ja diese beiden Kulturen sich nicht uubediiurt aussclilielien müssen, er *S־w; rt' sr \־ec*c* her Schönheit, wie sie in 1 iriechenland zur höchsten Blute!׳••lan!,׳!••, ' wohnt auch erzieherische Kraft inne, nur muh die Schönheit der Wahrheit sich vermählen, sich ihr unterordnen, um ihre Kulturmission erfolgreich erfüllen zu können. Ks lie!׳t vielleicht auch ein tieferer Sinn in der Krzählun!׳ des Talmuds von der Be!fe1׳nun!f Alexanders mit Simon llazaddik. Alexander *tie!׳ vom Pferde und zeichnete den Hohepriester in!ranz iinifcwohnlicher Form aus l'eber den < irund dieser bei ihm 80 seltenen Zuvorkommenheit befragt,!׳ab er zur Antwort, •lall er bei seinen siegreichen Schlachten stets eine dem Hohenpriester ähnliche tiestalt!feschen habe. Vielleicht kam ihm dadurch zum Hew uLitsein, •lall <!riechentum und Judentum denselben Zielen zustreben, •lall beiden dieselbe

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.