Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 2 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 76% known words query
- IRI
…/4900572-5964853-5964873--0083-4900648- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
fcmucht. Kr blieb immer was er war und immer wie er sich’s vorfesetzt hatt«•: voll — unverkürzt - entschieden - orten tolanf es ihm trotzdem. sein drittes .lahrzeliut zu erteilen, so ׳muß dorli ein j^uter Kern in jener tiencration gesteckt Imhen, die der unsri^en voranfiiif Uns hat ׳.!ןne (ieuoration vom .lexehurmi alle» auhoreu müssen! Mun kan ו• eine Monatsselirift aneli mit and! reu Artikeln füllen, als mit stdehen, wie sie im ulten .leschurun stehen Kine Monalssehriit kann vor allem friedfertiger, rtteksichtsvoller, diplomatiseher, liehensw iii difer, unterhaltsamer, vm׳ allem .,wissenschuft lieber“ sein, als es der alte .lex Inn nn war. W as für Arlikel stehen im alten .leschurun? Den ersten Platz nahmen die homiletischen eiTT f,il leranx'ITe Kuhrizicruufsw ul wird daher auch den alten .lesehnrun kurzerhand eine homiletische Zeitschrift nennen. Kür diese h(‘1|ueme Krledifuuf seiner Wesensart wurde er sich uhcr schönstens hedanken. Aus folfciidem (Irunde: Ih־n Zweck dieser homiletischen' Arttket sieht das erwähnte . Proframm in der ״Belehruiif׳ zur K1 keimt nis und lirht-tfen Wardifuiif der Institutionen des Judentums und seiner Anforderungen“, ln dieser Phrase lieft ein System I>•■111 alten .leseliurun war es mit seinen homiletischen Artikeln bitter ernst. Nicht erltauen sollten sie, sondern eine Kr ke 11 n t n i s vermitteln. Krkenntnis ist aher nicht dasselbe wie Krlmuuiif. Kihauuiif i't ein aus nichtjüdischen (icdaukenkreiseu ins .ludenlum verschlafener Befritl. Dieser Bofritl ist aus der Kifenurt kirchlicher Pustoralpiaxi.x er- -'.wachsen. Dort, wo eine scharfe 1 Irenzlinie Krkennen und tilauheu scheitlet, ist er zu Hans. Dort . aber, wo das Krkeuneu nur innerhalb des (ilaubens heimisch ist. muli die Verhannuiif des (iluubeus in tlie von dein llavon des Krkenneus abfefrenzte 4 Rubrik des Krbauens zu 111*11 schwersten Miliverständnissen führen. Kine von diesen Konse1|uenzen wollen wir etwas genauer unter die K11|1e nehmen. Wo.sind dietirenzen tler Homiletik•׳ Was ist Wissenschaft, was ist Homilie? Ist Kaschis Bibelkomiueutur Wissenschaft oder Hotnilie J׳ Das führt zur Kraft• nach dem Wesen w isseiischaftliciier Bibelexejfcse, nach tler Berechti^unf tler Verwerflichkeit tler Bibelkritik usw. Der alte .leseliurun hat sich mit!111 theoretischen