Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 1 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 35)
- Language
- German
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- 85 — man will: kann man auch heute noch leugnen, dali sie fturch das innerlich unwahre Bündnis, das sie mit 11er TJeölögie geschlossen haben, die Reinheit der Tradition gefährden, ja längst die deutsch•• Orthodoxie zum l'ntergang gebrächt hätten, wenn jemals ihr Prinzip, das dictiesetzesuntreue bündnisfähig macht, in I Mitschland zur Herrschaft gelangt w äre. Wenn es etwas gibt, das selbst dem Blinden die Augen öffnen könnte ftber die furchtbare Cnwahrheit <ler ganzen Stellung der Rpformgemeind**.( irthodoxie und über die unabweisliche Notwendigkeit der ungarischen Forderung, so Ist es das .Verhalten der Reformgemeinde-t *rthodoxie •eben zu den Richtlinien. ' Ks gehört wirklich nicht viel Mut dazu, die Kieh'tlinien in flruniT und Boden zu 'verdonnern. T)er Kampf treten sie ist billig genug. Wer sich noch einen letzten Rest von jüdischen! ieftthl bewahrt hat, sieht ihren vollkommen-unjüdischen Charakter piihne weiteres ein. So hätte ' man denn freilich glauben können, •lab die künftigen Organe von Klal .libroel wenigstens gegen di•• •Jv Richtlinien ihren Mann stellen würden. Cnd nun frage man sich selber : 31 änner. die sich 1111 Kampf •rcjren die Richtlinien als aktionsunf&hig erwiesen haben, sollen des Vertrauens von Klal .lisroel würdig sein, den Kampf für unsere ,.nationalen ('•fiter zu führen? Wie weit muss doch schon die H e gr i f f s v er w i rr 1111 g in Deutschland um sich!:•*- griffen haben, wenn selbst im Zeitalter der Rieht• linien die Forderung Rabbiner. Mreuers keine banale Se 1 bs t v ers t ündlichk ei t ist! I'nd wegen dieser Forderung soll Agudas .lisroel scheitern? Noch_will ich’s, noch kann ich's nicht glauben. Aber freilich: einen Ausweg sehe ich für die nächste Zukunft nach den ungluckseligen Mesclililssen des 2. November nicht. Diese Reschlüss•• haben fürs erste die Abkehr von der grossen Idee bestätigt und der Bewegung weiterhin Bahnen gewiesen, die nichts sind, als bare - Ve re i 11 sfreudigk e it. < - Dass die Verwirklichung einer Idt*e von der (»rosse der Agudah- Idee Schwierigkeiten finden werde, war freilich niemals zweifelhaft. \ber just die gegenwärtige Schwierigkeit, just die hätte niemals entstehen dürfen. Die Stellung der נדור1• תויה in der Agudah musst•• die sicherste, festeste!'׳rundläge des (iunzen sein. Nun diese