Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 1 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
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Kiii,*״ Wendung der I>i!ur«* steht für die nächste Zukunft nicht zu erwarten. Die provisorischen Leiter scheinen entschlossen zu sein, auf dem Wege zu verhkwen, der die Idee der Agudali.lilirocl mehr und mehr verwässert und den Leitern selber eine Holle zu weist, von der sich die Kuttowitzcr Versammlung, die ihnen Vollmacht erteilt hat, wahrlich nichts träumen liell. Das erhellt mit Sicherheit aus den Beschlüssen, die von der Plenarsitzung des t'omitcs am 2' November 1!M3 gefallt worden sind. Während alle Hinsichtigen, die den gegenwärtigen Stand der Agudali .liUmel für unerträglich halten, mit Sehnsucht von dieser Sitzung eine entscheidende Klärung erwarteten, scheint man es für gut befunden zu haben, nach rechter Vereinsart in dieser Sitzung sich mit — -Hfopagattd« zu!«*fassen— -Kiugehend äst ube-r Stand und Aussicht der Propaganda in sämtlichen Teilen des bewohnten Krdkrcises verhandelt worden. Man wird sich nunmehr auch auf Amerika erstrecken. Man wird einen deutschen (irnpponverhainl. in Halber- Stadt konstituiren. Man wird einen allgemeinen ■liigendtag der Agudali .lillroel, und zwar natürlich in Frankfurt, als besonderes' ]luldigungszeichen für den Frankfurter Rabbiner. \eranstalt•׳!!. Man wird auf den Sommer 11H4 sogar die llauptversaminlung der Agudali .litiroel einberufen uml die Vorbereitungen hierzu unverzüglich beginnen. Fnd man wird auch.׳ spätestens für die Zeit zwischen rcc und die Kinberufung einer l‘lenar\ersainmlung des rabbinischcn Rats .beantragen* und ein Desamtvotum des Rates herbeiführen. Merkwürdig! Die Vorbereitungen zur Kinberufung der Hauptversammlung, sollen ״unverzüglich beginnen*. Das klingt klar und energisch.. Viel zaghafter stehts mit dein Rabbinerrat.' Seinen Mitgliedern ist zunächst der Kutwurf der Satzung zur ״schriftlichen Begutachtung" übersandt worden. Man tritit keineswegs .״unverzüglich* Vorbereitungen zu׳ seiner. Kinberufung. lirst wenn die zum Teil noch ausstehemlen schriftlichen Aeulierungcn eingegangen siml*. soll die Kinberufung .beantragt* werden Welch ־eigenartig sehwerfalliges Verfahren! Wozu denn die schriftlichen Aeulieruiigen der Rabbiner, wenn-doch mündlich \>!handelt werden soll'r I "ml wie. wenn einige!b r noch .aiissiehenden Aeulierungcn* überhaupt aii'bleibenץ l'ml wie, wenn der Iiabb1nerr.it snlt gestatten wurde, die Hauptversammlung für verfrüht z!u halten':'