Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 1 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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■* * ו keit, des lebendiiron, wirklichen. greifbaren ■>iiilnitums, nur |»sydialogisch erforscht mul erkannt werden kann, Hier wärt• für einen tüchtigen Sodonforsrher gar manches zu holen. 1 »••1111 zur Zeit sind wir über!•in paar leere Redensarten, wie ״angestammte. Treue zum (•esetz“. ״Pietät-* u. der_׳l. nicht liinausgekoniinen.. .Fa, wir müssen froh sein, wenn diese uldiehen Redensarten Idos leer und nicht aurli hosliaft sind. Ks darf ו{*>!1וווו;1ד nicht vergessen werden, dass auch solch angenehme Phräsen wie ״Verknöcherung*‘, ״Versteinerung“, .,Mumie“ u. dgl. für die Krklürung des!Wesens der jüdischen Frömmigkeit niclit selten herhalten müssen Nur die־ Forschnngsmethode der Religionspsv clmlogie konnte hier zu sicheren Kcgehnisson fuhren. Kin Beispiel für viele: Das Verlad ,des Trairens am Sah. hat 11. . 'Wie...ist •die wunderbare Tatsache zu erklären,!lass die jadisclie (iluuboiisgesollsrliäft am Saldiath das Tragen eines liefen- Standes iiher die Strasse als eine Verletzmur der Heiligkeit diese!» Tages empfindet ץ Diese Frage setd voraus, dass eine solche Kmpfindiing tatsächlich -vorhanden ist sie erkundigt sich Idos nach den (irnndlage)i dieser Kmpfindung. Wen der l'm!׳taud, dass zahlreiche .luden am Saldiath!■inen Schirm uher die Strasse * ’ . י ' tragen. derart verwirrt, dass er an den Futei-gang dieser Km־’ 5 , pfiiidung glaubt, der möge d« n Kinwand erwägen, dass die Psy* chologio auclii ingefrorene, vergewaltigte, zertretene Kmpfindiingen kennt. ״ Ks steht ebeti^fed :' die natürliche, ursprüngliche. Kmpfin•׳ düng leid und weht in einer anderen W elt,-als 440— verdorbene,־ mit künstlichen Zusätzen׳ behaftete. Daher kann auch die l’chcr־ legenheit, mit welcher die untijüdische Auffassung der Salilrathinstitution allen ״aus der Ausdehnung <les I{ 11 he!;eDots hervoreegiuigeuen Krsdrw ernngen*‘ jeden Anspruch auf < inltjgktnt versagt,. liiclit ernst genommen werden. Denn'sie glaubt eine Kmpfindung vernichten zu künhen, indem sie ihre theoretische tirundlage zer• stört. Sie ־will die Seele fanden, indem sie das' Denken in eine Falle lockt! Sie weiss nicht, dass es im Judentum Dinge gibt, die, rationelle׳r Fehorlegung. entrückt, in eine Welt t jenseits aller Üblichen Denkgewohnheiten weisen Zu diesen Dingen gehört auch der .׳.,א*ש" -.רצאדdas Verbot »los Tragens am Saldiath Die Theorie Samson Raphael llirschs über dieses Verbot ist bekannt. Den l'nkundigrn verweisen wir auf den ersten lhind der