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Die jüdische Frau · 1927-03-01 · 5/6 (3.1927) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
3 (1927)
Issue
5/6 (3.1927)
Date
1927-03-01
Page
[Seite] (sequence 29)
Language
German
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Das jüdisthe ffiitd Nr. 8 | BEILAOE DER ZEITSCHRIFT .DIE JlDISCHh KRAU* I OKT 36 Liebe Kinder! Nur 4» rat* sind dir schönen Aeirrtage berumgegangen Die lieb« Mutttr wird ja rech« srob kein, denn sie baue im Hau«balt die >nöß»e Mehrbelastung zu trage», aber ikuch Kindern tut t* sicher leid Heut« will ich iLuch nun von einer anderen Aeier erzödien. an der ich kürzlich teilnadm, und zwar von einer Bar Mtzwod Acher Schon ivochenlang vorder wurden die Vorbereitungen getroffen Da» ganze Hau« mus»e in frischem üilanze erstrabien: denn e» wurden viel« ltzAste von allen mögliche» Orten rrivartet. und sie traten auch alle rechtzeitig ein. die Verwandten von Nab und Aern. und brachten nicht nur der Hauptperson. sondern auch allen iüelchwistern enva» mit. Reichlich wurde denn auch der Zunge bedacht, vielk t«iege»s«ande erbirlt er dovvelr und mehrfach, so Brieftaschen — mit und ohne Zndai« . Petschaften. Zirkelkasien usw. ja sogar ein Aabrrad bekam da» tüiückskind! Daneben natürlich viele Bücher, ferner Kleidun,wstückr. wie Sporthemden, eine StrickweNe. Daschentücher. und dergleichen Herrlichkeiten mehr. Daß Ihr mir nur nicht neidisch werdet! ikin ejder aber gönnte e» dem braven, fleißigen Vaui lv hieß der Knab? — und wahrlich, er batte seine Sach« recht gemacht, da« konnte sogar der Herr Rabbiner nicht bestreiten, der «* sich nicht hatte nehmen lassen, ertra au» der Kreisstadt an den kleinen Via» zu fommen. um viermal dem ttzottesdienst» detzuwobnen und dabei Predigten und Ansprache» zu halte», die der Weibe de« läge» voll und ganz entsprachen. tf» ging denn auch ordentlich ieierlich zu in der keil sich ge Ich», Ulkte» Svnagoge, in der sich weit mehr Menschen verlainmelt hatten, ai« r» sonst der Aall zu sein pslegte: denn in einer so kleinen «üemeinde de» deutet eine Bar Mizwod stet» ein besondere» itreignt» Trotzdem benahm sich der kleine Held recht tapfer: er lang leine ziemlich lange Parichob fehlerfrei und ohne Angst, desgleichen die Haftuurod. dir er edenliill« gelrrnt batte Vrovbetenabschnit» — Kau», dabeim angelang», wurde die Aainilir schon mit Besuchen überschüttet, die sich gleich nach dem verspöteien. aber desto feinere», Mt», tageilen lortletzten Dazwischen führte» die beiden kleineren Brüder de« Bar Mizwod ein eigen» für dielen Zweck verfaßte» Zwiegespräch auf. da» allseits mit großem Beifall aukgeiwmmen wurde So vergingen die Stunden wie im Alugr Zum Kaffee wurde wieder alle» Gute ausgetilch». »ich da» war rech« so. denn bei eitler richtigen Arier will auch der Magen nicht, zu kurz konnnen. nicht wahr, lo denk« Zhr doch auch, meine Arrundr? An «in Adenddrotrllrn war an diesem läge überhaupt nicht mehr zu denken! — Am Sonntag fand die Aortfetzung diele» schönen Aamtlirnkefte» statt. Da waren Vaul» Areunde au« der Realschule zum Nachmittag geladen. und da« gab wieder neue» Leben! Die «lüfte wurden mit Kaifee, Kuchen und Ei« bewirtet, .welch letztere» ein» der Tanten nach einem eigenen Rezept hergestzellt batte iktne andere übernahm die Leitung der Spiele bet den munteren Buden, die sich mit Ä»rich»v6rt»r« raten. Verirrspielen, vor allem aber mit dem l» sehe beliebten Schinken« Näpfen vergnügten! Al« »» ihnen im Zimmer dann zu eng wurde.

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