Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 5/6 (3.1927)
- Date
- 1927-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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grab«« batte, Rabbi Sackur bub mit mitleidigem Staunen, m dem «ctfcn Landmann tretend, an: ..Wa« (ebatttt du. müder Gret». denn hier im Schwethe deine« Anggsicht«? Weiht du denn nicht, mein Freund, tat der Baum erst nach langen, langen Jahren Früchte trägt?" streun», lich sprach der Bit«: „Wodl weih ich dle« und tu ,» doch ko berzlich gern!" Verwundert fragt« ihn der Welle weiter: ..Aber ist e« dir d,vn bekannt, dah du. o Mann, von bobem. tabem Alter, di« strüchte deiner Arbeit selbst nicht mehr gentehest?" ..Auch diese« ist mir kund. Herr", »ersetzt« beiter der Gefragte. „Nun sprich, für wen mübst du dich aber ab?" fuhr Rabbi Sackur fort, „stür meinen Enkel". sprach der Land mann leuchtenden Auge«. Al« ich, «in Kind. von Mutterband gekübrt. »um erstenmal de» Vater« st«ld betrat, war'« gerade solch ein Baum, den ich erblickt«. Wie freut' ich mich der braunen, würz'gen Früchte. Und al« der Vater mir die erste pflückte, und ich »um erstenmal den Segen drüber sprach, da war'« aus diesem Feld, von Vater- und von Mutterband bebütet." Die Worte rübrten den Gelehrt«'« wodl. aber dann stritt leine Vernunst dagegen. Er nahm Abschied von dem redlichen «reis« und sprach, al« ibm dieser entschwunden war. aut dem Heimwege: ..Därtchte Menschen, lege» all« Müb' und Arbeit aus tbr Erdenwerk! Bestellen die Pflanzung bi» in« dritte Geschlecht. sorgen für 70 Jahre vorau». und dabet bedenke» sie eine» nicht: Dah der Mensch nicht sür diele« Leben erschaffen worden ist. sondern für da» Leben in einer himmlischen Seligkeit. C tbr loren. die ihr sorgt für da« G« schlecht ferner Zukunft, wa» gilt nun diese in Wadrhei« gegen die Ewig fett de« herrlichen zukünftigen Leben« im Varadteie?" Fm Sinnen und Forschen über da« ewig« Leben war der fromm, Rabbi vor kein Hau» gekommen und trat ein. Seicht senkt« sich der Abend kchyn hernieder Sr betete andächtig da« Abendgebet, »lknete. um drlker »u leben, dt, Fenster und schaute voll W1ss«n«durst in die beillgen Lebren der Weilen. War'« nun der wetchfächelnd« Wind, war e« die Ermüdung der langen Wanderung, genug, ein fester Schlum-ner bezwang dir Lider Rabbi Sackur» der sich wie betäubt aus da» nedenstebende Ofübl nieder legte Da auf einmal schwebt« durch« offene stenster eine wunderkchäne. aber sehr ernst blickend« Frauengestalt blnetn: Violett-ltla lchim.nertr ihr feine«, luftletdenwetche« Gewand. da» die Kode Gestalt in reichen Falten umfloh. Rabenschwarz«» Haar umkränzt« ihr weihe« Antlitz, in dem zwei blauleuchtrnd« Augen wie über Welt und Zeit wett hlna»«sbauten. Unzählig« Flügelchen waren abwechselnd mit silbernen, wunberfeinen Rädchen hinten an ihren Schultern befestigt, kaum berübrle sie dt« Erd«: aber statt der Fühe. denkt nur. batte die Holdselige Hüduertri,«,. Run wiht Ihr auch, dah t* ein «eist war. der in de» Rabbi'» ttzema d htnetngeschweb« war. .Hch bin'«, di« Dochler der Ewigkeit, bi« Nächtend«. eilend«, rastlos« Zeit", sprach sie lew flüsternd »u de« im Schtummer nickenden Schläfer. „Folge mir", sprach sie leis, und beredten Munde«, „schnell komm und folg« mir?" Sankt baucht» ft« «inen Ruh auf Rabbi Sackur» Stirn, der erhob sich. und nun führt» der ltedltch, Geist ihn über Schwell«. Hau» und Stad» »um Sore tzinau» SW« tte» «ild. Al« der erstaunte Gelehrte sich brauchen umwandt«, befand er kich au» einem «rohe« Marktplatz«. — Sein» Beuletlerin aber war ttzm beimlich ««schwanden. — Er mischt« sich unter da« Menkchengewiinmel Verwundert betrachte», er di« Kleider der Käufer und Käuferinnen War ihm laich «tue Mode wohl k in seiner Heimatstadt begeane» f Statt der wetten, faltenreichen Mäntel und »ewänber »rügen die Frauen engan. liegend« Kleider von feinster. wAher Kaichmirwolle. währen» tbr Sch,»-