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Die jüdische Frau · 1927-03-01 · 5/6 (3.1927) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
3 (1927)
Issue
5/6 (3.1927)
Date
1927-03-01
Page
[Seite] (sequence 23)
Language
German
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.sehrnspiven. um da» Konigskind nicht zu fiörcn Dir iutfürur meinten, wrnn dir Prinzes; größer sei» wird, so ivürde auch da» Ariden drsier werden Aber es wurde immer schlimmer! so schlimm, das; sie „»ft niehr ausstehen konnte. Der König inar daruder sehr betrübt und Ii.s; alle Doktoren fragen, wie zu Hellen wäre, doch niemand wußte .fiat Nur em ganz alter meinte, man sollte einmal probieren, od man da» Herz eine» andern Menschen in il-re Brust verpflanzen konnte freilich sei eine Ärsahr dadri, nicht für die Prinzeß. sonder» sur denieniar». der sein Herz herqab Dhne Herz könne er nicht leden und da» gläserne ivürde ivvhl zerbrechen, wenn man r» herausnahm. Der König lieb nun iin ganze» Reich frage», wer sein Herz hergrden wolle, um der Prinzessin zu Helsen. Aber alle ichiiltelleli den Kops: Nein, sie hätten wohl die Prinzessin iehr lieb, aber i.r ^'eden wollten sie nicht lauen und man konnte nicht einmal wmr». od die Prinzes; da» Aachen lernen würde Ganz am (rnde ihrer ,vadrl kanien die Bolen de» Konigs^auch nach dem kleinen Dorfe Der Hirtenjunge horte die Herolde anHufen und als sie mit ihrem Auftrag fertig waren, ging er zu ihnen und fragte, wie lange die Prinzessin schon krank sei Al» er hone, das; dieie schon viele, viele Monate liegen müsse, dauerte sie ihn z?r ging geschwind zu dem alten Lchweinehüler und teilte ihm mit. das; er der Prinzessin Helsen wolle. Der .\Sirt fragte »hn. od er auch wüsztr. das, er vielleicht nie mehr zurüikkämr! Deshalb koininc er gerade zu ihm. erwiderte er. denn er müßte doch lemandei» seine!iere übrrlauru. aber er wolle der Prinzessin Helsen sie danre ihn zu sehr, weil «ie nie mehr die Lonne sehen sollte (rr selbst hätte sie in seiner Önin* zeit jeden Tag sehen dnrfe», er ii'iifjk. wie schön ne sei Wir aber war der König erstaunt, al» die Bolen ihm nur de» armen Hirtenjungen brachte», und er befragte erst die Prinzessin, ob e» ihr auch genehm wäre, da» Herz eine» arme» Hirten in ihre königliche Prüft zu bekommen Doch anstatt sich zu straube», schlug die Prinzessin die Augen ans und wunderte sich, das; e» lemanden gäbe, der ihr helfen wollte. Der alte Doktor führte den Hirtenknaben herein der schwieg, al» er-bic schöne Prinzessin sah itr schaute sie nur rinural lange au» seine» Augen an, als wolle er ihr Bild nie mehr vergessen. Dann legte er sich aus da» Bett und der Doktor holte sein Mesirr. Der Hirtenbub schloß dir Auge» und dachte: sie ift noch schöner al» die schönsten Rosen. >vie muß der glücklich sei», der ihr einen Kuß geben darf. Aber da» sagte er nur in seinem -Herzen, laut hatte er e» sich nicht getraut! Das Herz der Prinzessin war aber so empfindlich. das; es alle» mitempfand, wa» ein Mensch in ihrer Umgebung dachte. Lie erhob sich au» ihren Kissen >vie eine weiße Rose und ihre Vippen senkten sich aus die de» Hinenbuben. Der glaubte, er sei schon tot und alles wäre ein schöner- Iraum. und er flüsterte „CW) habe dich lieb“. Da neigte sich die Prinzessin nochmal« und küßte ihn . Wie nun ihre Herzen sich so nah waren, geschah e». darein roter Iropfen au« des Knaben Herzen auf da« gläserne de« König«kinde» siel und

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