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Die jüdische Frau · 1927-03-01 · 5/6 (3.1927) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
3 (1927)
Issue
5/6 (3.1927)
Date
1927-03-01
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
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(V.'riiifn t>rr Buchstaben rtuwa verwischt, In Ariels ragen fallen ne auch anders au» Äber jüdisch waren ne. und da» lief; ihm frvhe Hoffnuiiq a»»kommen Äls nun Äiimiiluid de» Kaste» durch eine geheime »reder au'springen ließ, »chaute» Äriels deivundernde Äugen aul eine uralte Perqamentrolle. Tie ruhte aui dlaufaimenem (Ärunde. tfr rollte ne aus „Mirc Änsangsblichstaben waren aus >eder Krihe in tKold. die übrige» >» dunklem Purpur geschrieben Äriel erkannte nun an der uralten norm dieser hebräischen Lchri't. daß sie über IUK> Jahre alt sein müsse. Er sann »ach, verglich dachte ruhig — das Haupt in der Hand gestützt, nach — und begann laut, aus die Urkunde blickend: „.{iir;{eii saloinos. Königs über Israel und Juda. schickte Ehirai». Tavid» .vreund. ihm Bauleute '.um heiligen rempelbau Erfüll» van der Weisheit Judas und Israels, umstrahlt van dem Feuchten der hochheiligen renipelsradl. bekehrte sich mein Her;;u dem 1K,-setze. das Lalomo und iei» Volk ausüben Ich. Ädodciram. und zweihundert meilier Brüder-aus «idon. dem Königreich, traten ein in de» Bund Äbrahams, kür ewige Seiten. Ädodciram aus «idon in ^',or. dem Königreiche Ehirams " iUvrtsevuitg solgii Das gläferne ßer3. Bon 15 Tahlberg üin ganz ariner Junge Halle Bater und Mutter verloren, und da er nun selbst sei» Brot verdienen mußte, ging er mit dem alten Schweinehirten des Tories, um das Lckweiilehulen zu lernen Er konnte es auch in kurzer;{eit so gut. daß er nicht immer auf die > Schweine gucken mußte, sonder» der -Lonne und den Bügeln zuguckeii konnte Tas tat er sehr gern und tat es so oft. daß er schließlich wußte, wo ste hinstogen Er sehnte stch recht sehr, mit den Bügel» zu fliege», iveil fort von dem kleinen Torie. aber er war so arm. daß er nicht einmal mit dem ,v»hrnia»n in die nächste «ladt fahren konnte Und er wollte doch so gern dorthin, weil er wußte, daß da der König i» seinem schlosse mu seiner wunderschönen rochier lebte. Alle l.'eute erzählten von ihrer großen «chonheil und seufzten dabei: ..«ie ist schöner als die schünste .Kose und ivas mehr ist: sie ist auch herzensgut°, aber „Und alle schwiegen dann." Erst als der Hirten- I„nge erwachse» war. erfuhr er. worüber die ganze Ortschaft schwieg: die Prinzein» war schön und gul, aber ne konnte nicht früchlich sein und lache», denn sie halte ein gläsernes Herz Tie Königin mußte nämlich sterbe», als die Brinzeffin zuin erste» Mal die Äugen aufschlug, und solche Kinder könne» nie io lachen wie die andern, denn die Mutter lachte nicht über ihrem Bett. Und nicht »ur. daß die arme Br>»ze»i>» kein lachen halle, sie hatte auch kein Herz wie die andern Menschen Trnn'in ihrer Brust schlug ein gar zerbrechlich Ting. ein gläsernes Herz Wen» nch die Prinzessin nur ei» klein wenig freuen wollte, oder gar ein wenig springen, so schlug es iminer laut al» ne» es: .Ich leids nicht, ich leids nicht!' und die arme Prinzeß mußte »ich ganz schnell hinlegen und da» ganze Schloß ging aus den

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