Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 5/6 (3.1927)
- Date
- 1927-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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f ME KUMM »All MIT DER B E I L A G.E „DAS JÜDISCHE KIND" Vertag u. Redaktion: Wau Regina Waa«»ohn. Hrrlm VM*. IJhingef Mraftr |ft Vrrutwonlich für dir Svhnttleitung: hrau Regina Uiattohn Hrrlm. ftprerktliadr Ihrnttag u. hmu^ von 12 1 t hr in der Druilrtn. Hvrlm NOik Slraukhergrr Sir. 14 l)ir ZMkhnli rrwhrtnl monatiuh He i uv a pi e i t viertet)AhHkh 1 75 Mark haltyahrtikh Aixi Mark jahrtKh ft Mark Jahrgang 3 , . Min 1927 Heft 5 6 HAHcnigr Antctgrnannahmr lW*lin li ft ■«•nr»»*»#* VfaAe ** Irrnapr Hatenbctdr 2'«a»a|. •*!"» O* ►«!*•••»*• *»*%> . IWrka M! *t l Anreig mf*f e rvr **• 'Srila' JVMark r V.*« ia»M.k , \*rtr*«'M»k » Nv'rc )< M. Viir »i* M Si<r l M Viirait'lf v,,.,l“,ll“> lu'■>r" »•- >- "» - Die frau und die Bibel. Ei» Vorichlag ihmi \i Tablb.ra fc»eim ich ein HHMtiü über vir,.» Ibcnu fbrerbeu will, io bin ich sicher. Nift dir menten Vfeferinneu iuerft nur die lieber chrift leien und de» VlrtiTel in den, feite» Hin üben »betiieb.’n, bob er entweder irgendwelche 'teilen der iKibel bedandle. welche sich auf die «Trommelt l»eriebe» ober die übliche Auffordern»,i. iich mebr mit der Uefiiire diele» Buche» Au belaile» Die? alle» möchte ich auch Innen unb ich bolle dab Lie — wenn Zie alle» itbrije aeie en bade» sich auch mit meine» Porten beitnftiueu Die jüdiiche .Au,ieiidbe>vegimg gleich welcher Aichtnng dai e» iich Avr Anfgal>e «leimt, die jiiiiaen iiidilche» Menschen wieder zum .Tudentnin ,nr»ck.r»lnbren und yflen beebulb in ibren flreiien die bebräilche £vrache. »»> iw» ihr an» alle» jüdiiche Leben au eroreifeu. Man kann oft büren: ..Wie kann inan iich .Tube nenne», wenn man vom .Aubontum io wenig toeib. wie kann mau lwb.uivten. baH man de» jüdische» Weift fiible und kan» nicht die bebiatlche £p rache unierer Väter Lvrache. Ipreche»? .Tbr kpnnt nicht einmal da» jüdiiche Buch in feiner Ursprache leien ,Abr kennt ja nicht die Bibel! sie baden recht, die .Ammen und dennoch Indien wir ftraueu. (a gerade wir und nicht die Männer, einen Wider 'vrnch in un». den wir mit Worten kaum begründen Ibunen. de» Logik und Verstand vielleicht gar nicht gnerkenne» dnr len: aber er ilt da und kämpft an» der liefe ,tege» alle» Willen Aitm Umlernen li» gibt in »liieren Alreisen viele, viele, die i» ihrer .lugend kein oder n»,ie»ügend yebräiich lernte» An diele kommen »u» die neuen An fordern ngen. die verlangen, bab man iich mit der jüdiiche» Ber,ia»genbeit beschäftige und vor allem daA» die bebrai'che £vrtiche benutie' Da Itebe» Tie nun in einem Alltag, der die aaitte .'traft ablorbtert unb nur in den Abendstunden .Heit labt. li.b uni Bncher» au de 'chäftigen. «Trüber, bevor diele Probleme auftanchte». b.i> die'e Trau Ichvn gelesen entweder Aomane oder Bio grapbien: eben irgendivelche Lektüre, die bn» tägliche Leben ein wenig chmückie bie von .Tdealen sprach »nd die £or,ien vergeben lieb indem sie andere, gröbere Aelate Man batte dann abend», inen» man inube unb ter blage» tu Bett al»a da» Wefubl: trott aller Arlteii bait dn doch etioa» lut dich, deine Btldnna getan Und beute? Da kommen ichon die Umber und reden der Mutter von judilchen «Trage», kommt der Bia»» und brummt von Anttiemiti»i»u». brüllen die .ieitunjeu: .lüde pfui oder auf der vtegenseite Doch .lüde! Die Trau toetb dab Tie der Mittelpunkt de» häu»liche» .«treife* Ilt und will e* bleiben aber wie fall lie plötzlich lüb 'o »mlteTe»? £4e bat den festen Willen. Iich »nt den neuen Tragen an» einander au fetzen und meint e» an d au können wenn lie von nun an abend» jüdi'che Bticher lieft 9» gebt auch n» Anfang aant gm. e» gibt o Ichdne deutlche Biicher u*.-lebe von judiTchem Lebe» reden. n»d sie freut Iich data» uiid Hebt In ibrein .Tu dem um ein tftroo*. da» »um OOberftteben bil'i rie weitz vom tabrtto und der V rfvlaung»Aeit und gerade weil Tie Trau tft. vermag lie alle» lebhaft mitAuemofinbeiw TNuu tauchen neue Tragen auf: um de» .Aubentum« mitten lieben Io viele ihr Leben: ma» tft diele» .Aubentum Im letzten Grunde, wie tft e»> Eie fanu «ich au den Büchern wenden und will »um allerersten Anfang: die Bibel Vielleicht lebt noch ein Erinnern in Ihr. wie Ile in der fttnbbelt da» Buch la» Da war alle» tu beut'eiben litw unb lienndliiv Üben bitte we.dichte» lavier "ent Iich die müde ,A>.iii bi» ui» m tele» .trgenb ein Wort fonimt igi in d,'» :mn man darf die ifAbek »nr in der llrotat).- lew» b.b.a >.t>' <ü.i» b>u e» alio für eine» Uweck da» alte Bub benti.b tu leien' £ te muH eben erit bebtai'.ti lernen £ e beamnt auch aber e» eriiitibet ein unb l.e muH einen «laut bauen eilerneu Willen barau'ebcu leben Abend eine £ene burtuunebmen Wenn >e bajjKian bat lit lie unlabia noch etwa» andere» in le'en £>e dort von neuen Bacher» ipietchen ftuber war lie in alle» lage»lr.igen an! dem Laufende» beute weitz ie nicht» luebt AI» «tC tum erste» Male nach langer chaule ein gute» t'iedicht lieft, weint ,'tr l*m jroH r Turlt kommt »der ie nach weiche» laufien Woite» nach gelchriedenchtt Leben, da» Tie iiachempfinden fanii l'.e lieft und liest Weg da» bebrai'che Buch, da» t*elta nmel der latdininatif ie bat ia eine £ptave. in der fie Wtoite findet, ittlt denen Te ihre Um der tu letten lruKte ihren Aachlte» Liebe ichenkie' Die müde Bergangenbeit mag tot i.nn fte die «Atau die Mutter liebt uiid lebt £ie f.ndet in ih H> viel £tatke» da» ie tu verlchenkew bat. loviel .tute» d.i» tu den andern U'tll <i>:e Hann da da» .in dem um »ob ii^ndenoa» da tu tu»? £ie fühlt: Te ilt teitig in ftv lie >1^ Voll Weid Wa» Te auch »och leine» kann und mag wild ibie, Liede« krall nicht» nehmen und neben Aber die Ttau darf niht auf die e.» chunft liehe» blei den. um!te fturmen die «Aia.K» tu lj.it: 0» gilt li ch mit Ihne» aueonander,n etze» Und hier liebt l>e vor dem enllheidende» Abichmtt an die'er £telle nidchte ich teile bittend meinen Voilchlag bringen .Ach weiH e» ilt lehr l.chwei für eine «Aiau die ihr auHere» und iiineie» V'rheutbilb klar vor Augen hat ugenb <'twa» tiiiftnnebmeii d»>» nicht m die en Aahmen vatzt Man tarn, aber die e indilhen .Aiajeu » cht in.hi au» ieinem .Ach dt Ingen. Te leben tu laut lie lind d»>' Und lie fordern eine £>elln»g»ahm« Ten Umbern wird ho» fiuh eine ,»»>! (.' »ibiiche Bild»»g gegeben o daH die Mutter eigentlich kan» AnHe» eitlei >ft Ta* wird ihr iimnei web tun Wenn ie Iich noch Io «ehr neuen da» Kille Itienge Tor. che» in der B>igangenheii n>ebit die lat'a.he bei unoelOlten Tragen bleibt belieben Allmählich langt Ne r tote »unk, in her »»twxkluiig wieder tu brennen an Auf» Aeue »oll die Trau Ie en unb leinen nur daH iie lih n»«bi mehr wie fruber auf da» Ai bene» ireui ondern fte weitz datz der Anfgna da» Lebigil-che al» »nnberw.»bliche« tvnbrtni» Ihr!«en <!iea i>er periI Sie I kt vor dem Bu h und tchämi ich £>e tweifelt a > ihrer Tabufeii kommt «ich t»etlal«en unb altmobtih vor 0* kann leicht geichehen.l datz ihr in "A1 ei Aatloligkeit lebe* Buch oettiahl wirb Und II» bi» Io gern normalI« wollte bleibt liehen Jiftlli Atz« de» (••Ad fei 4* llitt Ata«f a I 0*9114« »<f»t f«r „•!» jüdifche »»«.-'