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Die jüdische Frau · 1927-02-15 · 3 (15.2.1927) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
3 (1927)
Issue
3 (15.2.1927)
Date
1927-02-15
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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>hr wund« tKrj in den Niederlanden bei ihrem ILemadl. Die Mutter, «den ZiadeUa. ertrug darüber-grvhen Schmerz, sie wurde krank, sednte iit> nod> heilerer Hukl und verlieh Madrid -lud Zodonna'» Zustand wurde mit iedem lag «käbrticher. ihr einzige» sinnen war Glandern, wo er weilte, idr einzi«r Wunsch idren <üe»iadl wirderzuiedei« Troh aller Widerwärtigkeiten leaelle lie deimltL ad und dort angekomme» fand sie idren Bdtlrpp in den -trmen eine» blondlockigen Mädchen». über welche» sie in idrrr ttui derkiet und idr die goldenen Haare vom Kopfe rih Da bürte aud Philipp» «Geduld auf. und wir wissen nid«, >oa» nun im innersten r-enach vvrging Wir können e» aber erraten' ZIabella war da» Weib, die Elend in furdlbrrer -rieiie in die Welt gebracht bot. sie war aber a»>ch da» Weid, dle da» Elend an ibrem eigenen Fleisch und Blut geschaut und erlebt bot: sie starb im 7>4. Zadre ihre» Veden», am -'«» Rovemder 1504. ,1bt noch lede»»lusriger iKemodl stand an ibrem «Krad« Mit neidvollem -luge sab er den jungen Philipp »ach Sva »len komme», mit dem tiefsten Spott im Herzen muhte er aus die -teaentlchaki verzichten und obne seine Tochter Zvbanna geseben zu dabe». in seine Erbstaate» zurückkebren Dicke wollte er ivenigslen» seinem Kinde erureih.» und vermgdlie sich in der Hokknung aus einen Heidererben mit der junge» franzüslsche» Prinzessin iKernaiiie de Koir Kaum dour Philipp von seinen neuen Reichs Beiiu ge »omme». al« er infolge eiirer vlüirliche» Erkältung erkrankte und am 2.',. September lkiitii verstarb üebe, €(>e, Zm groben Saale der Dorrmunde'r .ilronendurg dir» die bekannte Schriftstellerin .itarin Michaeli« einen fast ziveisrun digen Borlrag. in welche.» sie über ..Hkeae. Ede. Scheidung sprach. E» war und sollte keine loisienichästliche -luxin andersevung sein, welche diese l«sekiichl»begrikse in ihre Be standteile zervklückte. sondern in bald delterer. gesälligei aber nicht oberflächlicher -lrl ivollte Karin Mich>eli» ibre tKelKinken zu lKebür bringen und gleichzeitig au» ibrer reichen veben»ersabrung berichten. Diese» Ziel, ivelche» sich die Rednerin in idren rinleiir» den Worten seiile. ist auch von ihr erreicht worden, obgleich sie — al» -lurländerin die deutsche Sprache »ich« iwll kommen beberrschte. Die ziemlich zablreich er chirnene» Z» börer solgien mit -lufmerksamkeit dem gedaiikenreicheii und versönlich grsärdie» Portrag Die Hiebe ist «ine Hede>i»nol>vendiakril. iverivoiler al» Vrrlen und Brillante», notwendiger al» Walser und Broi sie kann im •'»««nfa# zur käuflichen Ware nie zu teuer er ivorden werden Da» Hiebesziesüdl erivadt schon trüb im Mensche». Karin Michaeli» dal r» schon uni 7 Zähren rmv funden. Durch falsche, nämlich zu schamdas« eingestellte Er ziedung wird da» natürliche Empfinden im Mrnlchen rrfrtcfi in falsche Bahnen geleitet und so verzerrt, dah viele» ei» Heben«alück verloren gebt Hieben sollen die Menschen, kor dert Karin Michaeli», selbst wen» sie inkr unglücklich lieber, Eine kurze Spanne Hiedeskreude wird nicht zu teuer erkaukl mit eint,,, Hebe» voll vieberleid. Die trauen und Mädchen unserer Zeit sind nicht leichler und leichtsinniger al» die krüberrr Zadrzednle. obgleich ibre Erzleduna gröhten Teil» kreier gestaltet worden Hi Der Kampf gilt vor allen Dingen der sogenannten doppelten Moral, ivelche dem Mann rin kreie» -lueleben erlaubt und der Krau jede schwäche al» schände anrechnet Die >v>,dre Menschlichkeit fordert gleiche» Recht kür beide Delle Mann und Krau sollen okken und wabr zu einander kein Reben den zahlreichen unglücklichen Eden gibt e» doch viele glückliche, von denen nwn weniger hört, weil Uber sie in ihrer alücklide» Zurückgezogendeit nicht gesprochen wird Diele glücklichen Eden sind so etwa» Kostbare» dah lie ver dienten, der Lekkentlichkeit gezeigt zu werden lieber die tKeldkragen sollte in der Ede kein streit entbrennen lon der» da» gernrinsame Einkoimnen lwider Ebeaiile» tollte leben, Teil zur Hälfte «büren und jeder Teil sollte au» lei»er Hälkte alle leine -iu»gaden teldlt bestreuen Dagegen künnten wodl Störungen de» Hiedeeaeküdl» Mihtöne in eine Ede dineintragen: Wenn die Edegatien in idren Hiebe» en »finden nicht zu einander Pakten ..erotisch in verlchiedener Tonhöbe eingestellt" lind, sid inkolgedellen einander dalsm dann ilt da» sdweigen unter Edeleulen verderblich Lkken, Bekenntni»worie können nur Klärung de» unerirtafi den spannungrzuliande» dringen -lud di» Eiker'uchl soll ftft nicht in geauälrr Herzen hineinkreisen oder in dramatischen Szenen Huki wachen oder unter voraespielter scheinbar diplomatischer Freundlichkeit versteckt bleiben und al» unter der Schwelle de» «Tebächtnille« weiter leben sondern auch hier kann nur ein befreiende» Wort »wischen Mann und Krau da» Heden»gluck wieder herktelle» E» wird behauptet. Johanna bade thn im Wahnsinn» und in Hiede»ras«rri. in guühendroter Eifersucht damit kein, andere idn belihen könne, durch die Ka mnerkrau einer lTe» l«edlen von ih n vergiften lallen E» wird er»äbli sie bade nach letnem Tode nicht an dielen geglaubt ober glauben mögen oder können: lie dabe i» leinen einballamterten Held an die Stell« de» Herzen» von einein Künstler lkdemacher eine .wdeiide Ubr seden^Ialsen den Hetdnam ln einen gläsernen sarg gelegt und lei mu dielen, Sarge Uber «hn gebeugt da» Lchr gelegt an die Stätte der IIbr dur d die Hin der getagt durch (%clb und Heide durch Wälder und Uber -iecker rudelo« wie von unlichlbaren «Keisrern gepeitscht Zodanni« Zultand artete t» «>, einaelädrliche Rater«! au« Zn einem einsamen Schlo'se Ichird sie. bewacht, aber dergelse» au» der Wekt Sir bat idr einzige» Kind, de» nadmaiigen Kalter Karl i .der die Sonne in seine.n -leide nicht untergeben lad", in ibrem Hebe» nur ein einzige» Mai kludtig geieben Ktletch nach der i-ebiirt war er idr genommen worben' Da» >oar Ztadella'» von E iltilie» R idkonnnenichaki' So verging idr Biui' Wie inüaen ibre Ra dt« gewesen ie,n da sie. die Müller nicht Pie liolze Königin, keinen Schlunwer silibe» koninr' ' Könnten wir die Kin«r«e>« «dotie» io deuten wie wir in den Blättern der iüe«dicht, leien Hände iiii» die Raiur Rede n n wieviel alücklider würbe die Menlchbeil. sein' So lichivar irai «Koit kur >e>» Bolk in die Schranken' Ein Heilialuin «ii Z»rael dem Herr» Scheidung. Zm zweite» Teil de» Bortra«» beidaktigt, lich Kart» Michaeli» niit der Scheidung, mit dem -iu»einanderaeden der Edegatten wenn eine UeberdrUckung der verlanden m «aeaen iätie nicht möglich Hi Do» «^eld toll nichi min Siretiobieki erdoben nxrde» Die Edegatten branden ^ch nicht al» Dodlrinde zu irennen sondern können in der Erinnerung an vergangene Zeiten ein Kreundtd,kr»«f.idl kür einander pewadren Bor allen Dinge» dürfe» die Kinder au» idee» diederi«» Heim nicht entwurzelt ioerbe» Uederdaudt toll ma»'ein Kind der Mutter nid« wegadripttere» ivenn » B eine unedelidc Mutter kür idr Kind l>>ch> loeaen kann hje soziale «'selevaedung n ul> da» Zui.iminenle >en vl»n Mutier und Kind in ied'r K.'rn Idit'»e» und er-iilen Die Ratur zeigt ja. wie eig die Mutter iru den, Kinde welde» ks, unter dr'ii Herze» getragen und genädri bat verbunden Mt Darum itninrt Mutier und Kind »ulamme» ballen e» sei denn, dah die Mulier verkoiKmen oder kiank iK Dirne Mor vdinHii». Eoegiiiisiin udo Ilm die Heden»»,öaludkeii »wn Muiiei und Kindeiii nach der Edescheiduiig ,u sichern und um Mulier und Kinder geldlich »will Manne unabbängig zu inade» b>>> Karin Micha eli» eine Ekeicheid»»a»vel t > <d r > um anaeregi und mit isachleuien ionwii durch«lp,»»che» dah i» elwr .' Zadren eine entsprechende Criwm<aiuui in* r>eden irei.n kann Der Baler iwriicherl seine Tt»chier iw» '«sedur» an und »adll eine bestimmte Prämie weide nach der Heirat dr» tun«n Mädchen» vr'ni Edeman» ndei noininen wird Kommt e« zur Sdeideiduna io erdält dir ^rau von de» Bertichermng eine entsprechende Rente Heiratet da» tun« Mädchen nicht. Io wird die Rente edenkall» au»«»>,bli Rach idbritKr Ede erdält die üni» die Beritderuna»«umme Sterben dir Eltern den Kindern weg lo »ritt »ur Zabtune der Brän ie die B«rs>ch>-runa»aeteIHch.>ki an Sielte dr» Ba » > Rur in einein »lalle soll» der Tod de» belreklenden Mädchen» eiiitriil vor 2i»iädriger Dauer der Ede» erkolg« keiner lei Zadliina denn der «ksrund«danke der Bertiderung Hl sa nur die aeldiide ttnaddänaiakeit von Mulier und Kindern und in bieten üalle bleibt den Kindern >a der erwerd»kädk« Bater Zui» Schluh Widnwle Kart» Michaeli» eint« Wvrir der Zukvnkl» »Iraii Sie aiaudl dah die Bern-ännlichung keine uzekadr bedeute dah e» ade» in Zukunki wodl zwek -trlen von »trauen «den würde: Dre kreie Krau erwerd» lälia al» Kunkileein Erfinderin u«w und die unkre«, niiilierliche Krau weiche al» deilig v»n allen geachie« werden und auf iürund einer Vvllkv'>n,«enen w<>te«tdakttichem und kunkilerii^n Bildung di« Erztedung ihrer Kinder leiten toll Mil dieiem Blick in die Zukunft tchlah die Rednerin tdre -tu«kudrun«n welche derrltchen Be kall tanken Rite -in kra«n und Mtlieilunoen an Karin Mich»el>» wetche kg, ein neu be,au»«u«denpe» Werk' Mein Ededud deiiiell «eigner Und tollen per Briek in laieintider Schriki oder Ma>ä inenlchriki nieder«tchned«n und «richiei »erden an den Berlaa Kieveideuer pol »dam D>»>e« neu, Buh weiche» Karin Michaeli» ich»,«den will wird kg, dl» VU Da« de« Zähre» Nein« «aeichichlen enidalien au» denen „ne praNisch» DIMM« Ae«»e», werdk fAr .91, HblM< itu“!

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