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Die jüdische Frau · 1927-02-15 · 3 (15.2.1927) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
3 (1927)
Issue
3 (15.2.1927)
Date
1927-02-15
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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teineir ©*rf**uc macht«, bdchit tmirfommrn. (Sr wer brr fkatunbet. bet WvrberberfttUfT brr WlaubenKinbeit. iwil . er 3ub*n unb mauriiche« Bolk au* bem i'anb* taatr (Ir n>ur brTmafern von Vibrgru unb Welbgie* getolim. bafe alle Salm, ttxldx mm Irtl unb tVerberben b«* Uanbe« von >bm unternommen worben flnb. auf bitte betben Via (irr zurück geführt werbe» fbmirn ler vibrant ftabelt* ibn auf. bir Übten Wehe maurtfiber IHaAl tu vernichten. Wranabu nm letnein 9l*i<b* «u vereinigen. Weibgier unb Me V'ufi r«A frei» beui *iett| waren bie Motive, M# SbrinArtfien tu bestrafen, bte ,4uben tu ver,aaen unb bie Scheiterhaufen für ftr antu tunben. Leine Schatzkammern ivaren geteert. mit unae beuren Haüett bebruckte er ba« Bolk^ u » Weib tu schaffen, verkaufte er ba* Vligentum ber Htr.be (chickie Hirchenaut in bie IHuute. unb rea* me tuoor ber >>a!l iteweien. feldi'i bie Wetsttichke» würbe besteuert Ta brachte ein ftuaer unb verlchmitzier Bruder. Alfon« de Hojeha ber Prior eine* I'Omimfaiierflaftrr* tu Semlla. al o einer ber I« inuifaiter b i ber bei anderen »ein de unb Bertotger ber «Vubeu . beu schrecklichen («tebanfrn in ttureauna bie .luben tu vlunbern? Heinieiveg»! reit bunberten von Jahren batte inan in der spanischen Politik diele* Mittel anaeivanbt. u„ die trrruttrtrn >4inan**n tu beben Allon» be Hoieha erlchien al» »zeiiilicher Bat: er er luchte die Maiefiai. die Ahirunniakeit unb den Bückkall der Juden Ehnsien tu bestrafen, und lieb bie Absicht, tbr Ber inCaen für den Ai*fu*. tum Woble be* Staat*bau*!;al(* ei» tutieben. auf nicht unfruchtbaren Baben fallen Ter Hbnta war für feinen Blau aewannen. er lau aant fn dem Iniere>fe (einer Politik Bur bie H ü n i a f n ,ii'a betla. bie Hatbolilche ivelche ibrem Beichiv>iter. dein totetauten Menbvta. fatale, wollte tbre .{ufti.Innung nicht tu etnein Beschlüsse aeben. -er mit ibrem belferen M> in Wtber streit ftanb. (1* beburfie aber auch bet ibr nur ber Befinde rung. bafk bte Tat frounii unb aotiaefallia wate, bah sie enaelretn unb unichuldia wie bie .iungfrau. in den Himmel ein aeben wurde unb auch fte baue ibr WcunMrn be rubtol. ile gab freudig die VlrUtubitt* tur (liufubrung lene* niartervollen Webanfen unb Meinungen erforschenden unb »uebttaenben Inbuual* Tie Bestätigung de» Paps», * muhte noch ein gebot! werben Mit der Bachncht. bah da» ivtimlche H0ni»i*vaar tur Berberr lichung de» »ilauben» da» maurische Troia in Bngnfs nebnien wolle, gelangte auch jium i>nlia*u Baier ba* Weluch bie .inauKItlon in £*>anieii tu brädttgrn unb ubfr bte neue Anstalt bie Weibe tu sprechen Kauft Strtu» IV... ber mebr welilih»r al* geistlicher Batet gewesen war. ber den Berba.cht auf sich lub. um einen vor dein Altar einer Hat beb rate auegefubrteu Morb.infall geiruht tu buben, schrieb bei HOutgin .llabella. er gebe sich ber Ooffnuiig bin. bah nicht ber tlbrgen unb ba* streben nach weltlichen Wütern lie inebi veranlasse bie tlinrichtuna be* Srtbuital« tu wünschen al* ber Vltfer für den falb» lilchen WUiuben Bienianb butte wie der Pavii die Abiichi der fatboltschen Höntain burchlchaui' Tie Bulle gelaugte nach Spanien unb am 17 September l im würbe» bie erfteu „Vttautiitpren ernannt. Sevilla tUnbete tuerfl bie Shetiei häufen an. Sevilla verbrannte tmt bie ersten .luden Ta» fall timJahre Schrecken und viniienrn nerbreitenbe Tribunal, biete* ibutenbe Ungeheuer von t» (eli am fnr.biet lichet (»eitalt bah bei teine.n blohen Barnen gau.i tlurova er tttterte man weih bah auch ber neu»nibeckie (.»rtzieil nicht verich»»! blieb lchilbeii ein Troinebner untere* blutenden Bi'lke« Samuel II * a u e bet ae> dickte Maler tubiichen V'eib«. >» fvl»»enbem Bilde unb in b,r Weile bah man in Wehklagen den erschutiernben Tonner ber Spr»i,de ber Propheten wieder »u bbren glaubt ,1m Sevtemlui l.’i.'i.t waren von ih » die rjonsolaitone» de ,1«r>»! Tie Trbtiungen .l*,ael* ertchienen. ei» Weif ivelche* in einem blühenden Stil ge'chrieben i:t*er bie verschiedenen V'eib»» ber .luden Bachrichi gibt unb iw» allen ipateren lubiiiben Mliartfrtn unb ildroniften häufig heuuKt iv-rben ist '.'lub wär hatten bei Stellungen nob immer tebr heburftig mehr auf ba« Buch etngehen *u f(innen »tewanicht Man wirb un» aber auch ohuebie* ba* »»uchmr. n.nbmi amt' Irüfte dich ubfr« dich mein Bolk' glauben und wir begnügen un» habet leine Schilderung ber lnautsttion hier wiederruaeben: Set» Hbrpei lo ich reibt Samuel lUaue bedeckt mit Schuppen bürtet alt Stacht beklebt au« eodem litten uAb affligen Stoffen lauienb iVluget von schwarzen Hebern erbeben e* vom Boden unb tauirnb nAhaetralieie Aühe bringen e» weiter Seine Wedalt aleibi ber Wtlbbeii be« Löwen unb chchnett her Schlange in ber WuHe Afrika» Sie <«r0|r leinet .'ihbne l* hiebe« Hürfb.-n vilehimen Set» Alem rötet schneller al» bet be« Bailliaben Sem Mund speit h»e Irin Aua» unaafchhrllch hertebcenbe flammen e« nährt Ich von nicht» »I» menchlchen Hdepern Tie Schvetltgfett leine« 4 aiuge* abertrifft hie he« Äbfcr». Wie bell und «kan»voN hie Sonne auch scheinen mag. wo U binfommt. verursacht, r« eine funbtrinflöhmbe Dunfecheit unb läßt auf feinem Wege eine Äinfierni« zurück, welche ber ägyptischen nicht uadfreht. Wohin auch immer seinen ftlug e* nimmt, sehe* nirun tritt e« nieder und (eher belaubte Baum wirb entblättert. ülleich einem kred»arrtgen Wurm zerstört e» durch (ein tdift die Wurzeln und vernichtet alle* ähnlich rate her trorfene Sand Sorten»." So ha* Urteil über hie )»auifition. aurgefvrochen von einem Manne, her sie mit erlebt har! Die grauenhafteste (Looche der jüdischen iheschichte. einer «^schichte, die so übervoll ist vom Wrauenbofteu. so überreich au Veiheu unb Tränen. Io überfliehenb von unschuldig Dergoiseiie», .tubeublut bildet die der Lnautsttion. Tauienbe. adertaulenbe von ^uben gaben na<h au*geftanbenen Martern, bir au erfinden, schon für immer, ba» Menschengeschlecht zu ewiger Berbanmini« verurteilt, in den Autodafee» ihren Weift auf Hein Wunder, bah diejenigen, welche dem aeuergerUbJ', glücklich eniwilcht mären, ba« Bild ber hlewalt nicht lo« werben foniiten! Hin ungenannter Dichter, welcher im Wefänanie lchniachlete. entwirft in einem poetischen Briefe an 'einen freund unb V.'eiben*gefübrten eine meirterhafte Schilderung be« heiligen officium unb feiner fürchterliche» Diener Hub hinter dieser fürchterlichen .luauHition — bei» ewigen Schandmal ber Wenkbbeit und Bienlchüchkeit ftebt ein Mensch! Cbne sie — wäre die Bulle Sirtu» IV. nicht erschienen! Ader die vand Wolle*. ..de* Hüter* .Vsrael» hat ttch schwer auf sie gelegt und sie dort getroffen, wo sie am schiversicn zu verwunden war. nicht auf dem stolzen Tdron al» derrlchertn. sondern al» Mutter, sie halle, »achbem lie vorher einnml verlobt gewesen war. dem be« beulend lungeren «lerbinanb bie Hand gereicht Mit fünf Hinbern toa» auf Thronen selten vorkonimt hat sie ihn beichenft .tuan. ibr - Hronvriiiz und einziger Sohn, feierte am t Avril .14!t7 leine Bern äblung mit Margarethe von Lesterreich Bald nach der Trauung — kein geringerer als der grabe Marbina! Ximtne* batte in Vertretung feiner Heiligkeit de* BavHes. den Bund gelegner wurde der schwächliche .Viikanl von einem heftigen .lieber ergriffen und ftarb am 4. Avril I4'.t7. kaum 17 .Vabre alt Wrvh war der Schmerz .tlahella»'. ihre Trauer um einen einzigen Soh»! .Vdre aliekte Tochter iahella wurde die Wemahlin de» Thronerbe» non Portugal. Alfoneo*. be» einzigen Sohne* .Voaoh II Ter junge Brinz starb bald nach der Hochzeit ü»b die gchtrehnjäbritw Ilabella blieb Witwe Sväter reichte lie dem HOmge Manuel bte Hand, gebar ihm ein schwächliche* ilinb unb ftarb bei der (Iittbinbung An diesem Hinbe CUabetla», Miauel. ber im .Vanuar I4!t!l al« Thronerbe von (fafnlten und Arra»wnien anerkannt worben war. hing da* grohellerltche llbevaar mit solcher Hiebe, bah fte ibn nicht von ihrer Seite lassen wvilte» VI* war ja ihr einziger Trost In bem zartesten Atter ftarb er in den »ärchenhakte» WemäAern her märibenhaften Alhambra Pedro Martvr schildert al» Augenzeuge den iiefen Schmerz der >«(roh nutter. welcher um so drückender war. da sie den Tod de» Hinbe«. au« politischen Bücklichten verheiinAchen muhte Ihre Tochter Maria vermählte Iiahella mit hem tetitaenainiteii KVemabl ihrer ältesten Tochter Auch sie ieaneie da* .letiiiche in dem bluhenben Alter iwn ll.', Jahren. Haidartna. ihre Jüngste, heiratete Artur von Wale*. Al* bleler durch den Tob (rüb au* ihren Armen gerissen wurde freit sie lein Bruder, der bekannte Heinrich Vlll. •fünf .4rauen führte ber reformatorifebe Hönig England« nach seiner Scheidung von der spanischen Prinzessin heim Hatbarina erreichte zu ihrem Unglück rin hohe» Alter Auch Johanna, welche die ««Veichichte nur unter hem Bei nainen . Tte Wahriflniiige kennt, war Ilahella» Atnb. .\bretmegen wurden liniertwublungen mit bem österreichischen Herricherbauie augefuüpft Um Lester reich unb dtf Bieber lanbe mit ber tpantschen Monarchie zu vereinen, sollte der (»ttne Pbilivv Iöbanna'» HVatte werden Philipp dachte a» Me ältefie Todier. hie junge Witwe Doch der fbantkbe <«Manbte stellte ihn vor. bah e» hem Haufe Lefterretch* zur Schande gereichen müsse, hie Witwe eine« Manne« »u betraten, helfen Bater ein Bastard gewesen Die Ehe wurde gefchiofseii aber Philipp der Wollüstling sonder «MrtArn. liebte alle Hammer (rauen mehr al* (ein* Wemahlin Johanna'» Eifersucht stieg mit jedem Blick, mit hem er eine andere beglückte Johann., ein einfältige« israuenztimner. baue ihr ganze« Weien tn der leibenldxiftrUben Liehe zu Ihrem Philipp aufgehen lassen Wetrennt von hem Hrrunb* ihre* Herzen» ertrua lie hie grötzien Schmerzen her 2*bn» iuchi Sie war kur die »aize Well verichlolien Hümmerte lich wenia UM hie zärtlich besorgte Mutter, versank in «in iauilofe* Hinhruien ihr kranker Körper war in Spanien. 8*»M4« feaM«. Werbt ftr JMt jüdische feaTt

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