Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 3 (15.3.1926)
- Date
- 1926-03-15
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
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■L XX ie kann der >cdcr festlich hcuaihicii werden, wenn der Xatcr nur iioiduxfiu: hebräisch lesen'kann und die Trauen der Kinder unbeantwortet lassen rmit;' t Wie kann Xi.d.ieht 1111 t n-Ne sji.iuse herrschen . um die nie »stell liesiielier der >v ii.upe«^- den tn- I..1I1 dir < leitete "lelit kennen ' ' W 11_kann ij» ■■eiltet nie ine in Kinde, wenn e> mieli naJi dem >11111 und der Kcdeutinic des >.il)h.its und der I este und ihre r luuslielieii leier traeL et» treues und lebenswarmes Mild dieser itelieiliuten Institutionen geben. wenn mir die genauere Kenntnis dieser llimje abitcht? >. Kann ieli meinem Kinde am Sabbat von den W underu" des biblischen Sein pfunc'sbericlites. am c.1 anukka nun ..Ueikruelein" erzähle»? Ich konnteendlos weitr irue.-u-aber meine- I rauten sollen Ihnen einen Ausschnitt meiner Medenken darstellen. Ich erbitte Ihre Antwort. _lt m m 1 iIli 11X— Alts, hum l- - Vor IOO Jafjren. Die Trauen in der damaligen Judengassc. >• t MIu JjMu - üii u» IJi!i f 1 K tpiti ‘ dv*'1 K*riihti>:i tt MikI.i -<»n *i^muiid \\ vf< \ ‘ >i JlNy hl I K I ** M l'#l I hie Mr.iltcn aller iiliettos v'ihielten eine besondere I arhe Jureh elfen s>te/ie!!en T insclilae: den des •' eibliehen lleuieiits ich aneine nicht d.is „Twu W eibhehe < methes. soliden1 lene I r.iiieu des (iliett >. oeteii I ilickeit 111 allen laden neben lener der M me r deiilhi.li 1 themih.ir hervortritt Lli nioehte bei ehe sein /wee 111 der l'livsiocnomi«. net 'hasse einen Moment VIrw eilen, weil durch die X 1 t haltniss, die ihn sclmien. .»>cl> die Tranen eine: eigenen Charakter. ihr Sem und Wesen einen besonderen Inhalt cew.innen Me waren last ausnahmslos vom Morgen Ins /um Abend, im he-silinttc tatic. < u wisse I lif iitiimlielikiiten wird teile im l.rwern Kiattic mitwirk ndi Iran, u.itnrli.h auch die nicht - uidisi.lic. .:i w iniii'ii. .1 he r in voller abgeschlossen.n Ausbildung habe uh sie chm am hei den ludiuneii i.e s ( die tIo ce tiuiile H ■ kratlic und virnunUie steh; sie vom Morcen Ins /um Mund d um M mm /ui ''eite, m der Arbeit ist sn /.du t und eidulihciu **ls der M.mn. sie ist ihm . bei keine hlohv (iilultin *ondern n.teli ieeier li’icliluuc Inn eine t<n I w alueiule MUt/e midi nie rstut/un I *u srs Weib oh u >elullbililiinc ohne das. vv .IS man Ti ute ab I r/ulnmc" ansfnhl mul teuer bc/alil'. i't stark cetme. um nieht Vj’t unt/ii.irbi deu. sondern .•lieh wiltkluc c*. nue um nnt/iirntcn I ml das' heut u. di 1 Natur der Mi.In Ibe I rau. die in einem solehi n XIahe namenlluh m einem I ncrnsceschalte niil.dl'i fit stillt tor t-w aln 1 tut Menschen cccc.i alu t du sw /um henken /unreell. Me will ihnen XX ate vi rkanten, midi demu.ieh ihren iieseT.mack. dm n lUd.tri ei taten bis /,, eim tu gewissen < ir.ulv ihn freundliche ( u snmmie cew innen hiese Mensv.lun wollen von dir Kridil erhalten, da eilt es denn, 'oruhtie dm K reilitw urdickeit ah/uini sse n. deren X erlialtmssi /u studieren hiis alles hat tur die 'mlivulmlli iiistaltune der I hefrati. für die henkntnine eine /an/ amti re kratt als der . lour". dcr /1 U.inc'rom.oi. da' I lu ate r du I'roiiie nade I ivmtlkh war ude dieser indischen ( ieschaftsti.niin im lir! ul er w mietet eine IVrsonllellkelt l'iese 'e hallt ki in Mailslu nl\/eiim". sondern mir die .. Xrl'.l il . »In Not w 1 iwlu ki it /u denken, /u snnieii. leM . 11». ohne vvi iti u v /u diese XXiibei des I ihetto .e an n dun Manm d h .dein luannlieheu Wesen t.alu tci niekl st.uulin ihm natu r als die liiuticin I laiitii Haben su deshalb an XX eiblielikeit veraiiin/ >a aber nur in..einem un/iecir I'unkte, de, 1 h« te': dem Manm der I amilu ihre t XX eit sehr /um Xortide ce reicht« Isb habt die X e r sc lue den bell . v> selten di m hei km und Handeln des Mannes und der I ran -zumeist darin ceiundeti. dali diese den 111tersiliied /wischen wichtic'eii und unw ichtieteii hinten viel schwerer als der Mann erlabt. In der hlec'el denkt siean die letzteren, ist so-^ar mivtelialten. wenn die ersteren an sielierantrcten. I las war aber bei den Trauen dieses Schlages nicht der l all I »iese wählen cciiau. wo es Kopf und Kranen“ nah. IS .bestätigt nur die Iv'ichtinkeit meiner Ansicht, dah. soweit ich mich ztinickeriimere. ieue Trauen im (ihetto. welche durch eleu Heruf ihres .Mannes von dieser Mittatinkeit ausgeschlossen waren, geistig au die anderen. mitcrw erbenden nicht bei anrciclitcn: sie zeig-!' II sich zumeist als w eiliger heti'-niend. l ud mit dieser Tahigkeit und < icw ohnlieit. gerade das XX ich r.c'e zu erfassen und zu würdigen, hangt noch ein anderes, nicht minder bedeutsames Moment zusammen: die .Mellnng dieser < iliettufrau zwischen Mann und Kindern war eine andere als jene, die man heute für selbstverständlich h.ilt. (iewili waren eien beiden jüdischen T.hegatten auch damals in ihrem i-meiiisaiiien leben und Weben die Kinder die Hauptsache nur für sie arbeiteten sie. und erst in dein, was sie erreichten, sahen sie den rechten Trtolg des eigenen Lebens; aber zwischen Mann mul Kinder gesteht, war der ludiii jener Zeit vor allem der erste re die Hauptsache. Ihircli den auf den I iw erb und Mestand des Hauses gerichteten Sinn, war es unbedingt der Mann, an den die I ran vor allein und bei allem dachte. Her M.nm. das steckte i'urcli lansendialirige l ebertragung eisern in ihrem Mew ulltsiiii. ist die Säule, auf der ihre und der ganzen Taiiiilie I vistenz beruht: für ihn galt es zuerst /u sorvten. ihn gesund kräftig und arheitsfahig zu erhalten. I rst nach ihm kamen die Kinder, und das war für ihre Trzielmng von entscheidender Heden- Hing. I »äs druckte sich natürlich hn ganze» Leben di s Hauses aus. und -die Kinder gew innen dieselbe I mptimlung. Sie* sahen, w ie der X ater das ganze Hinken der Mutter ausfullte. das flöhte ihnen vor dem X ate r einen Wespe-kt ein. den die Kinder heute nicht leicht gevv innen können Heim was sehen wir heute v Seliou als k lehne Knirpsewisse» sie. dah siede, Mittelpunkt sind, um den sich alles dreht, das Henken der Mutter und des Xalcrs zugleich. Auf diesem < iebiete hat sich /egen Kuhcr eine grohe ^X amllung. und zwar rasch, ich mochte sagen, fast ohne l elierg.mg vollzogen. Her t ie-bnrts«.,g des Main ist der Mnt'er mi-.'leicli wiehticcr als die Milan/ im Hause- ^Jes'Mannes, ledei Wunsch des oder d.r Kleinen wird w omoglieh erfüllt *A ater und Mutter gehorchen denen, denen si- Ti fehlen soll •». und das Xerhaltnis wird nicht besser. ein die Kinder vroher'werden Meute sehe ich. 1 alt die f Ite-rn der besseren Kreise immerfort darauf Judk'lic Trauen, »erbt lur „IHc Üidbcbc Frau**!